Llano-APU mit freiem Multiplikator für Übertakter

XMas-Upgrade: AMD A8-3870K Black Edition im Test

Prozessoren | 25.12.2011, 17:45
Vor 6 Monaten feierten die Llano-APUs ihr Debüt bei maximal 2,9 GHz. Mittlerweile ist die Fertigung jedoch gereift und erlaubt höhere Taktfrequenzen. Diesen Vorteil gibt AMD nun an die Kunden weiter und bietet einige neue Modelle an. Darunter auch den A8-3870K, der mit 3 GHz nicht nur die schnellste Llano-APU ist, sondern auch über freie Multiplikatoren zum besseren Übertakten verfügt. Wie sich AMDs neue "Black Edition" damit im Alltag und beim Übertakten schlägt, untersucht dieser Test.


Intro


Seit fast einem halben Jahr sind AMDs Llano-APUs auf dem Markt vertreten und finden dank ihrer sehr potenten integrierten Grafikeinheit großen Anklang im HTPC-Bereich oder bei Office-PCs, die auch für "Casual-Games" geeignet sein sollen.

Wem die CPU-Leistung dabei bisher nicht ausreichend war, für den hat AMD nun pünktlich zu Weihnachten einige schnellere Modelle in sein Portfolio aufgenommen. Darunter befindet sich auch das neue Topmodelle A8-3870K mit vier 3 GHz schnellen Kernen und einer 400 Shader starken Radeon HD 6550D als integrierter Grafikeinheit.

Bild: XMas-Upgrade: AMD A8-3870K Black Edition im Test

Das besondere an diesem Modell ist jedoch nicht, der um 100 MHz gesteigerte Takt gegenüber dem Vorgänger in Form des A8-3850, sondern vielmehr dessen Übertaktungsmöglichkeiten. So hat AMD dem A8-3870K einen freien Multiplikator für den Prozessor- und Grafiktakt spendiert. Damit sind nun Grafik- und Prozessortakt unabhängig voneinander einstellbar und die Probleme der ersten Modelle beim Übertakten dürften mit dem A8-3870K der Vergangenheit angehören.

Neben dem höheren Takt und den verbesserten Übertaktungsfähigkeiten könnte der A8-3870K aber auch noch in einem ganz anderen Sektor punkten. Während zu Beginn die Llano-APUs durch ihre hohen Versorgungsspannungen beim Verbrauch negativ auffielen, könnte AMD bzw. Globalfoundries mittlerweile die 32-nm-Fertigung soweit optimiert haben, dass die Spannung und damit der Verbrauch deutlich geringer ausfallen.

Alles in allem ist der A8-3870K somit auf dem Papier eine durchaus interessant Wahl. Ob er in der Praxis das halten kann, was seine Spezifikationen versprechen wollen wir nun im Folgenden untersuchen.

Für Leser die sich für die technischen Details von Llano interessieren, verweisen wir auf unseren ausführlichen Launch-Artikel. Für Interessierte an der Grafikleistung von Llano empfehlen wir unsere ausführliche Analyse zur Performance der Llano-iGPU und für Nutzer, die eher einen A6 bevorzugen finden im Test des A6-3650 eine gute Quelle.