Ist weniger Bulldozer mehr?

AMD FX-6100 und FX-4100 im Test

Prozessoren | 30.10.2011, 13:21
Abgesehen vom neuen Flaggschiff FX-8150 hat AMD noch zahlreiche kleinere Prozessoren auf Basis der Bulldozer-Architektur auf dem Markt positioniert. Darunter befindet sich auch der FX-6100 mit drei Prozessor-Modulen und 3,3 GHz Takt sowie der FX-4100, der lediglich zwei Modulen mit einem Takt von 3,6 GHz besitzt. Ob diese beiden AMD-Prozessoren trotz oder gerade wegen der Abstriche gegenüber dem Topmodell überzeugen können, wollen wir im heutigen Test herausfinden.

Intro


Vor rund zwei Wochen stellte AMD seine neue Prozessorgeneration "FX" auf Basis der neu entwickelten Bulldozer-Architektur vor. Das Topmodell AMD FX-8150 mit vier Modulen, CMT-Unterstützung (CMT = Core Multithreading) und einem Grundtakt von 3,6 GHz weiß Akzente im Bereich von Multithreaded-Applikationen zu setzen. Bei schlecht parallelisierter Software enttäuscht der FX-8150 hingegen, so dass schlussendlich ein sehr gemischtes Bild entstand.

Bild: AMD FX-6100 und FX-4100 im Test

Neben dem AMD FX-8150* rückten auch kleinere CPUs wie der AMD FX-4100 und der AMD FX-6100 mit weniger Modulen und geringerem Takt in den Markt. Doch haben diese Prozessoren bei den Ergebnissen des AMD FX-8150 überhaupt eine Chance? Gerade im starken Multithreading-Bereich müssen sie mit herben Einschnitten auskommen, allerdings bieten sie dafür andere Vorteile, wie etwa eine Thermal Design Power (TDP) von "nur" 95 Watt statt der 125 Watt des Topmodells FX-8150. Gilt also womöglich gar das Motto "Weniger ist Mehr"?

Um herauszufinden, wie sich die kleineren FX-Prozessoren schlagen haben wir im Handel einen AMD FX-4100 mit zwei Modulen und einem Basistakt von 3,6 GHz sowie einen AMD FX-6100 mit drei Modulen und einem Grundtakt von 3,3 GHz erworben. Beide Modelle unterstützen AMDs Multithreading-Technik CMT und besitzen einen Turbo-Modus zur dynamischen Steigerung der Taktfrequenzen.

Die unmittelbaren Kontrahenten des AMD FX-4100* sind dabei der hauseigene Phenom II X4 965 aus der Vorgängergeneration sowie Intels Core i3 2120. Aber auch AMDs A6-3650 auf Basis der Llano-APU wildert in der wichtigen Preisregion um 100 Euro. Der AMD FX-6100 hat ebenfalls gewichtige Herausforderer in Form des Intel Core i5 2300 und des Phenom II X6 1090T. Man darf gespannt sein, ob sich in diesem "Duell" der AMD FX-6100 mit drei Modulen und CMT-Unterstützung (also 6 "Kernen") mit dem "echten" Sechskern-Prozessor Phenom II X6 1090T messen kann. Welche CPU ist nun für welchen Anwender die beste Wahl?

Um die Frage zu beantworten prüfen wir die beiden FX-Prozessoren mit Bulldozer-Genen wie üblich auf Herz und Nieren im Bereich der Rechenleistung in diversen Anwendungssegmenten. Weiterhin werden wir natürlich auch den Energieverbrauch ausführlich beleuchten und schlussendlich darf auch der Betrieb außerhalb der garantierten Spezifikationen – also das Übertakten und Undervolten – nicht fehlen.