Low-Budget-Ablöse: AMD Radeon HD 6450 im Test

Grafikkarten | 17.04.2011, 19:00
Die Vorstellung der neuen High-End- und Performance-Grafikkarten von AMD ist abgeschlossen. Die kleineren Modelle der Radeon-HD-6000-Serie gibt es eigentlich schon ein Weilchen, allerdings hat AMD diese Produkte bislang nur OEM-Partnern zur Verfügung gestellt. Nun entlässt der Hersteller die Modelle auch in den Desktop-Markt. Den Anfang macht die AMD Radeon HD 6450, welche die Ablöse der Radeon HD 5450 darstellt. Und eben jene wollen wir heute im Test genauer untersuchen.

Intro



AMD hat die Vorstellung der High-End- und Performance-Grafikkarten der neuen Radeon HD-6000-Serie abgeschlossen. Der letzte im Bunde dieser Modelle war die Radeon HD 6790. Aber im Low-End-Bereich soll es natürlich ebenfalls entsprechende Nachfolger geben. Stellte bislang die Radeon HD 5450 die kleinste Einsteigergrafikkarte der HD-5000-Familie dar, so wird erfolgt deren Ablöse nun in Form der AMD Radeon HD 6450.

Bild: Low-Budget-Ablöse: AMD Radeon HD 6450 im Test

Während AMD bei der Radeon-HD-5000-Serie alle Modelle zuerst im Desktop-Segment vorgestellt hatte, ging der Hersteller dieses Mal einen anderen Weg. Die kleineren Grafikkarten schickte man zuerst in den OEM-Bereich und so sollte es vielleicht nicht ungewöhnlich sein, dass sich in einem Gesamt-PC-System bereits Grafikkarten auf Basis dieses Chipsatzes antreffen lassen.

Am 19. April soll es dann aber soweit sein, dass auch reguläre Endkunden diese Low-Budget-Grafikkarten im Handel erwerben können um damit ihre Desktop- oder gar HTPC-Systeme ausstatten zu können. Warum AMD die kleineren 6000er-Modelle zuerst im OEM-Segment veröffentlicht hat, bleibt deren Geheimnis. Man darf darüber spekulieren, dass man den Boardpartnern noch Möglichkeiten geben wollte, die Altbestände abzuverkaufen.

Wie auch schon zur Radeon-HD-5450-Serie wird es nun auch bei der Radeon HD 6450 Modelle mit aktiver und passiver Kühlung geben. Allerdings wird die Kühlung bei der HD 6450 etwas aufwändiger, denn letztlich wartet diese mit mehr Performance auf und hat damit auch einen gesteigerten Energiebedarf. Allem Anschein nach – so entnehmen wir dies den ersten Fotos der Boardpartner – werden die weniger leistungsfähigen Modelle mit DDR3-Speicher auch mit passiver Kühlung bestückt, die GDDR5-Modelle dagegen mit aktiver Kühlung.

Schon vor 10 Tagen erlaubte AMD es der Presse Previews zur Radeon HD 6450 zu präsentieren. Dummerweise gab es bei AMDs Logistik Probleme und unser Muster der HD 6450 erreichte uns erst Anfang letzter Woche – eine passiv gekühlte DDR3-Version und leider auch Defekt. So schickte AMD ein zweites Muster und dieses Mal eine GDDR5-Version mit aktiver Kühllösung. Da die aktive Kühllösung der Referenzkarte so kaum den Markt erreichen dürfte, haben wir unsere Hauptbetrachtung auf die passiv gekühlte Radeon HD 6450 gelegt und schlicht die Kühler getauscht. Wir waren höchst gespannt, ob es möglich ist die "schnelle" GDDR5-Version mit höherer Thermal Design Power (TDP) mit dem kleinen passiven Kühler in Schach zu halten.