NVIDIA GeForce GTX 590 im Test - Griff nach der Krone

Grafikkarten | 24.03.2011, 14:00
Die schnellste Grafikkarte im Markt zu besitzen, das ist ein Ehrgeiz, welchen AMD und NVIDIA mit Nachdruck verfolgen. Seit einigen Jahren ist das schnellste Modell dabei stets eine Dual-GPU-Umsetzung. Während AMD mit der HD 6990 bereits vorgelegt hat, betritt NVIDIA erstmals seit zwei Jahren wieder dieses Feld und schickt die GeForce GTX 590 ins Rennen. Vertreten durch die ASUS GeForce GTX 590, klärt dieser Test, wo diese Grafikkarte tatsächlich anzusiedeln ist.

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Im Bereich des Marketings zur Performance von 3D-Pixel-Beschleunigern gilt eines im Besonderen: Die schnellste Grafikkarte zu besitzen ist die beste Werbung. Nur dieser Umstand hat letzten Endes überhaupt dazu geführt, dass Dual-GPU-Grafikkarten sich dauerhaft im Desktop-Markt eingefunden haben. Ihre Nachteile werden dabei zwar erwähnt, aber bleiben gerne auf der Strecke hinter den Diagrammen mit den längsten Balken.

Bild: NVIDIA GeForce GTX 590 im Test – Griff nach der Krone

Während Dual-GPU-Lösungen durchaus schon mit Voodoo-Modellen ihre Vorstellungen fanden, blieb der Desktop-Markt voerst dagegen noch verschlossen. Auch die eine oder andere folgende Eigenkreation manches Boardpartners öffnete noch nicht die Tore. Den eigentlichen Startschuss für den Desktop-Bereich mag NVIDIA mit der GeForce-7000-Serie gelegt haben. Es folgten einige Ableger und seit GeForce 9800 GX2 oder Radeon HD 3870 X2 sind beide Hersteller mit ihren "Monster-Grafikkarten" nun mehr oder minder dauerhaft im High-End-Desktop-Segment etabliert.

Mit der GeForce GTX 295 haben wir NVIDIAs letzen Vorstoß in diesem Bereich erblickt, doch mit einem Verkaufsstart Anfang 2009 liegt dieses Modell schon ein Weilchen zurück. Seit Beginn der GTX-400-Serie ist die Rede von einer neuen Dual-GPU-Lösung, welche NVIDIA präsentieren wolle – auch offiziell in Gesprächen mit uns bestätigt. Die Leistungsaufnahme soll ein Punkt gewesen sein, die damit verbundene Spezifikation ebenfalls, welche NVIDIA bislang zurück stecken ließ ein solches Modell vorzustellen.

Die GTX-500-Serie hat offenbar viele Möglichkeiten aufgezeigt. Der Refresh dieser GPU-Familie – weiterhin basierend auf den anfänglich gescholtenen Fermi-Ablegern sollte den Weg dann ebnen. Die GeForce GTX 580 zeigte sich dabei auf einem guten Weg, den gehässigen Beinamen "Thermi" abzulegen. Die kleineren Versionen à la GeForce GTX 570 oder GTX 560 Ti stellten dann unter Beweis, dass NVIDIAs Produktneuauflage eine gewichtige Rolle im gehobenen Mainstream- bis zum High-End-Segment spielt.

Nun gilt es den Spagat zu zeigen, aus den bisherigen Produktgruppen eine High-End-Dual-GPU-Grafikkarte zu erschaffen, die keinen anderen Gedanken verfolgt, als den "längsten Balken" zu ergattern. Das Resultat ist die NVIDIA GeForce GTX 590, die wir am Beispiel der ASUS GeForce GTX 590 ausführlich testen werden.