Flüsterkandidat dank Monster-Kühler?

ASUS Radeon HD 6970 DirectCU II im Test

Grafikkarten | 12.09.2011, 18:37

Intro



In den vergangenen Wochen hatten wir uns im Grafikkarten-Sektor deutlich auf das gehobene Preissegment konzentriert. Vor allem extravagante Modelle der AMD Radeon HD 6950 und NVIDIA GeForce GTX 560 Ti wurden auf Herz und Nieren geprüft. Besondere Modelle der Radeon HD 6970 oder GeForce GTX 580 sind unterdessen eher selten – in den meisten Fällen trifft man dort auf "Referenzkost".

Ein interessantes Modell einer Radeon HD 6970 haben wir bislang übersehen, welches wir heute gerne vorstellen möchten. Dabei handelt es sich um die ASUS Radeon HD 6970 DirectCU II, welche bislang für wenig Aufsehen sorgte. Doch dabei setzt ASUS auf ein eigenes Board-PCB, leichte Übertaktung und zusätzlich über ein dickes Kühlkonstrukt, welches sich nicht für jedermann anbietet.

Bild: ASUS Radeon HD 6970 DirectCU II im Test

ASUS hat sich dabei mit ihren DirectCU-II-Kühllösungen bei High-End-Grafikkarten auf einen eigenen Weg begeben. Diese agieren nun nicht mehr im Dual-Slot-Design, sondern belegen gleich drei Steckplätze im System. Dies gilt natürlich auch für den heutigen Testkandidaten und bedeutet erst einmal ein Manko für all jene, welche auf ihrer Hauptplatine zusätzliche Steckplätze für Erweiterungskarten benötigen.

Darüber hinaus bietet ein solcher Weg natürlich durchaus Optionen, insbesondere im Hinblick auf die Leistungsfähigkeit des Kühlers, aber auch seiner Ventilatoren. Je leistungsfähiger der Kühlkörper an sich agiert, desto geringer kann man die Drehzahl der Lüfter justieren, um eben überzeugende und leise Kühlresultate liefern zu können.

So stellt sich damit natürlich heute die Frage, ob es ASUS gelungen ist eine High-End-Grafikkarte zu kreieren, welche gleichzeitig auch den Silent-Freak überzeugen kann. Daneben klären wir natürlich ebenfalls, welche Folgen die Eingriffe der ASUS-Ingenieure in das Board-PCB für Konsequenzen im Bereich Temperaturen und Leistungsaufnahme mit sich bringen. Die folgenden Seiten bringen Aufschluss über diese Fragen.

Festhalten muss man allerdings, dass nur sehr wenige Board-Partner von GPU-Herstellern tatsächlich in die Entwicklung von eigenen Grafikprodukten im High-End-Segment investieren. In den meisten Fällen lohnt dieser Aufwand nicht und man adoptiert schlicht Referenzumsetzungen. Damit erklären sich auch unsere nachfolgenden, geringen Lesezeichen, denn letzten Endes stellt der heutige Testkandidat erst Produkt Nummer 3 dar, welches aus der Reihe tanzt.