Gigabyte GeForce GTX 560 Ti OC im Test

Grafikkarten | 07.05.2011, 10:59 | Seite 13

Blu-ray-Widergabe



Leistungsaufnahme Blu-ray-Wiedergabe – So misst HT4U.net In Zeiten, in welchen der Home Theatre PC (HTPC) immer häufiger zum festen Bestandteil eines Wohnzimmers wird, kommt natürlich auch den Multimedia-Eigenschaften der Grafikkarten eine zentrale Bedeutung zu. Diesbezüglich bieten mittlerweile alle aktuellen Grafikmodelle eine vollständige Hardwarebeschleunigung für die verfügbaren Blu-ray-Codecs MPEG2, VC-1 und H.264. Deutliche Unterschiede ergeben sich jedoch hinsichtlich der Leistungsaufnahme während der Blu-ray-Wiedergabe, weshalb diese Disziplin inzwischen ein fester Bestandteil unseres Test-Parcours ist.
Blu-ray-Logo

Die angegebenen Werte beinhalten lediglich die Leistungsaufnahme der Grafikkarte, welche mittels einem modifizierten PCI-Express-Adapter gemessen wird. Für die Messungen nutzen wir die Blu-ray "Stirb langsam 4.0" von Twentieth Century Fox Home Entertainment. Die Blu-ray nutzt den H.264-Codec, auch bekannt unter der Bezeichung MPEG4-AVC, der mittlerweile bei den meisten Filmen Verwendung findet. Als Software kommt PowerDVD aus dem Hause Cyberlink zum Einsatz, für Versions-Details sei auf die Testumgebung des Artikels verwiesen.


Leistungsaufnahme – Grafikkarte
Blu-ray Wiedergabe
AMD Radeon HD 6970
70,75
AMD Radeon HD 6950
55,31
AMD Radeon HD 6870
47,35
AMD Radeon HD 6850 (Referenz)
44,08
AMD ATI Radeon HD 5870
44,05
AMD ATI Radeon HD 5850
41,69
NVIDIA GeForce GTX 580
38,21
AMD ATI Radeon HD 5770 (Rev. 1)
32,46
PowerColor PCS++ HD 5770
32,36
AMD Radeon HD 5770 (Rev. 2)
31,03
NVIDIA GeForce GTX 570
30,38
XFX Radeon HD 5770 Single-Slot
30,36
PowerColor PCS+ HD5770
29,50
PowerColor PCS+ HD5550 (512 MB GDDR5)
28,92
AMD Radeon HD 6670
28,43
Zotac GeForce GT 240 GDDR5
28,27
Sapphire Radeon HD5770 Vapor-X
27,74
MSI Radeon R5670
27,54
Gigabyte GeForce GTX 560 Ti OC
27,53
XFX Radeon HD5750 (512 MB)
26,24
NVIDIA GeForce GTX 560 Ti
26,07
HIS Radeon HD 5750 iCooler IV
26,02
MSI N560GTX TI Twin Frozr II OC
25,35
Palit GeForce GT 220 (DDR2 512 MB)
24,70
AMD ATI Radeon HD 5670 (512 MB)
24,58
MSI N460GTX Cyclone OC 1024 MB
24,40
Sapphire Radeon HD 5670 (1024 MB)
21,84
NVIDIA GeForce GTS 450 (Referenz)
20,22
Palit GeForce GT 240 DDR3
19,71
Sapphire Radeon HD 5550 Ultimate (1 GB DDR2)
19,45
ASUS GeForce GTX 550 TI TOP
18,82
Sapphire Radeon HD 5570
17,68
Gigabyte GeForce GT 220 (DDR3 512 MB)
17,45
AMD Radeon HD 6450 1GB GDDR5
[passiv gekühlt]
16,58
Gigabyte Radeon HD 4550 passiv (512 MB DDR3)
15,96
AMD Radeon HD 5450 Referenz (512 MB DDR3)
14,00
AMD ATI Radeon HD 5570
13,60
HIS Radeon HD 5550 Silence (1 GB GDDR3)
13,11
Point of View GeForce G 210 (DDR3 512 MB)
12,24
XFX GeForce G 210 (DDR2 512 MB)
11,11
Watt


Für uns hält diese Messung nun eine Überraschung parat. Obgleich die beiden weiteren 560-Ti-Vertreter im Test in diesem Betrieb mit einer höheren Speicherspannung arbeiteten, verliert die Gigabyte GeForce GTX 560 Ti OC diesen direkten Vergleich.

Multi-Monitor-Betrieb


Seit die beiden Grafikkarten-Hersteller mittels Taktabsenkungen bei GPU und Speicher die Leistungsaufnahme ihrer Grafikboards im Idle-Modus deutlich senken können, kommt es leider zu einem Ärgernis sobald man bei diesen Desktop-Boards einen zweiten Monitor anschließt. Die Taktraten werden entweder nicht mehr so tief oder überhaupt nicht abgesenkt. In aller Regel läuft der Speicher dann mit vollem Takt und vernichtet im Leerlauf schlagartig die erhofften Einsparungen.

Als Grund dafür nannte uns AMD, dass es im Betrieb mit mehr als einem Monitor zum Bildflackern kommen kann, wenn man den Speichertakt von GDDR5 absenkt. Die teils zu beobachtenden höheren GPU-Taktungen/ -Spannungen könnten dabei eine notwendige Zugabe für die Stabilität des Speichercontrollers sein.

Zwischenzeitlich gehört diese Messung zu unseren Standards bei Grafikkarten-Tests:

Leistungsaufnahme Grafikkarte Multi-Monitor-Betrieb
Multi-Monitor Idle
NVIDIA GeForce GTX 480
112,6
NVIDIA GeForce GTX 580
91,8
NVIDIA GeForce GTX 470
86,0
NVIDIA GeForce GTX 465
75,7
NVIDIA GeForce GTX 570
69,7
AMD Radeon HD 6970
65,8
NVIDIA GeForce GTX 560 Ti
57,1
Gigabyte GeForce GTX 560 Ti OC
56,5
MSI N560GTX TI Twin Frozr II OC
55,7
AMD ATI Radeon HD 5870
52,1
ASUS GeForce GTX 550 TI TOP
47,8
MSI N460GTX Cyclone 1024 MB OC
45,7
AMD Radeon HD 6950
44,2
AMD ATI Radeon HD 5970
43,9
AMD Radeon HD 6790
43,9
AMD ATI Radeon HD 5770 Rev. 1
43,7
AMD Radeon HD 6870
43,2
AMD ATI Radeon HD 5850
41,8
AMD Radeon HD 6850 (Referenz)
39,9
MSI N460GTX Cyclone 768 MB
39,1
Gigabyte Radeon HD 4850 1 GByte
36,5
AMD ATI Radeon HD 5770 Rev. 2
35,7
Sapphire Radeon HD 5550 Ultimate (1 GB DDR2)
34,8
NVIDIA GeForce GTS 450 (Referenz)
30,1
PowerColor PCS+ HD5550 (512 MB GDDR5)
28,3
AMD ATI Radeon HD 5750
27,4
HIS Radeon HD 5750 iCooler IV
26,9
Zotac GeForce GT240 GDDR5
24,9
AMD ATI Radeon HD 5670
24,6
AMD Radeon HD 6670
22,3
Palit GeForce GT240 DDR3
17,3
Palit GeForce GT 220 (DDR2 512 MB)
16,9
Gigabyte GeForce GT 220 (DDR3 512 MB)
16,8
AMD Radeon HD 6450
14,1
Sapphire Radeon HD 5570
13,6
AMD Radeon HD5570
12,3
Point of View GeForce G 210 (DDR3 512MB)
11,2
HIS Radeon HD 5550 Silence (1 GB GDDR3)
10,1
XFX GeForce G 210 (DDR2 512 MB)
9,2
AMD Radeon HD5450 Referenz (512 MB DDR3)
8,6
Watt


Diese Messungen wollen wir nicht mehr weiter kommentieren. NVIDIA hat sich dazu entschlossen beim Zusammentreffen von zwei Monitoren mit unterschiedlichen Auflösungen oder Timings die Taktraten/ Spannungen nicht (mehr) abzusenken. Von daher erklären sich die Resultate zuvor. Was NVIDIA darüber hinaus zu bieten hat, klären unsere nachfolgenden Zeilen.

Besonderheiten im Multi-Monitor-Betrieb

NVIDIA klärte uns schon zum Artikel der GeForce GTX 580 dahin gehend auf, dass man beim Betrieb mehrerer Monitore zwei unterschiedliche Power-States zur Verfügung halte. Einmal gäbe es den Multi-Monitor-Power-State – das ist jenes, was wir unter Spannungen und Taktraten aufzeigen und einmal gibt es Konstellationen, in welchen der reguläre IDLE-Power-State greift.

Nachfolgende Tabelle soll darüber Aufschluss geben:

GPU Konfiguration 1 Bildschirm 2 Bildschirme (gleiche Auflösung und Timings) 2 Bildschirme (unterschiedliche Auflösung / Timings)
1 GPU Idle-Power-State Idle-Power-State Multi-Monitor Power-State
2 GPUs und mehr als 1 Bildschirm pro GPU Idle-Power-State Idle-Power-State Multi-Monitor Power-State
2 GPUs und nicht mehr als 1 Bildschirm pro GPU Idle-Power-State Idle-Power-State Idle-Power-State


Übersetzt heißt dies für Anwender, welche mit zwei Monitoren arbeiten, dass im Falle von zwei Geräten, welche mit gleicher Auflösung betrieben werden und zudem die gleichen Timings verwenden, eine solche GTX-500-GPU (aber auch GTX 460) in den typischen Idle-State wechseln. Trifft dies nicht zu, greift der Multi-Monitoring Power-State, was sich dann so auswirkt, wie in unserer vorstehenden Messung zur Leistungsaufnahme.

Man sollte aber bitte nicht unterstellen, dass zwei 22-Zoll-Monitore oder eben Bildschirme, welche mit der gleiche Auflösung betrieben werden, ebenfalls über die gleichen internen Timings verfügen. Wir hatten hier bereits zum Launch der GTX 580 entsprechende Tests angestellt. Doch immerhin haben wir es hier mit einem weiteren Feature zu tun, welches AMD aktuell nicht zu bieten hat.

Wir haben diesbezüglich mit AMD gesprochen, doch man verneinte solche Funktionen. Die höheren Taktraten würden aktiv, sobald ein zweiter Monitor angeschlossen wird. Beim Mehr-Schirm-Betrieb könne es selbst mit zwei identischen Monitoren zu dem Problem kommen, dass diese nicht mit exakt gleichen Timings arbeiten. Eine Taktratenabsenkung im Zusammenspiel mit solchem Monitor-Verhalten würde dazu führen, dass die dann angeforderten Taktwechsel zu einem Flimmern auf den Monitoren führen können.

AMD scheint hier damit zufrieden, dass man sich eben bei der Leistungsaufnahme in diesem Betriebszustand bei unterschiedlichen Monitoren besser zeigt als der Mitbewerber.