Ist die "Sandy-Bridge-E"-CPU der neue Weltmeister im Schwergewicht?

Intel Core i7 3960X Extreme Edition im Test

Prozessoren | HT4U.net
Gute 10 Monate nach dem Debüt der "Sandy Bridge"-Architektur in den Mainstream-Prozessoren für den Sockel LGA-1155, entlässt Intel nun endlich auch die High-End-Modelle auf Basis dieser Architektur in den Markt. Die Prozessoren unter dem Codenamen "Sandy Bridge"-E richten sich mit einem riesigen L3-Cache, 4-Kanal-Speicherinterface und bis zu 6 Kernen vor allem an die Enthusiasten und Workstation-Nutzer. Ob sie deren Anforderungen gerecht werden, soll der heutige Test mit dem Intel Core i7 3960X klären.

Intro


Anfang des Jahres stellte Intel seine neue "Sandy Bridge"-Architektur in Form der Core-iX-2000-Familie vor. Diese Prozessoren verbinden eine sehr hohe Rechenleistung mit einem geringen Energiebedarf und bieten obendrein eine integrierte Grafikeinheit, die für alltägliche Arbeiten – abseits der neuesten 3D-Spiele – vollkommen ausreichend ist. Kurzum mit "Sandy Bridge" ist Intel ein wirklich guter Wurf gelungen.

Auf diesen Wurf mussten die Enthusiasten, Workstation-Nutzer und HPC-Anwender bisher jedoch warten, denn mit maximal vier Rechenkernen, Dual-Channel-Speicherinterface, 16 PCI-Express-Leitungen und der Beschränkung auf Single-Sockel-Maschinen richten sich die Core-iX-2000-Ableger eher an Büro-Rechner, Mainstream-Anwender oder an preisbewusste Performance-Käufer.

Bild: Intel Core i7 3960X Extreme Edition im Test

Mit dem Intel "Sandy Bridge"-E folgt schließlich der Nachfolger für die Sockel-1366-Generation alias Core i7 9xx mit vier Kernen und sechs Kernen, so dass nun auch die erst genannte Fraktion für sich passende Produkte mit der neue Architektur vorfindet.

Die Spezifikationen des Core i7 3xxx für den Destkop lesen sich äußert beeindruckend, denn mit sechs Kernen inklusive Hyperthreading, AVX-Unterstützung, bis zu 15 MByte L3-Cache, maximal 3,9 GHz (Turbo-Modus eingerechnet), Quad-Channel-Speicher-Interface für DDR3-1600-Speicher und 40 PCI-Express-Leitungen wird nicht gekleckert sondern richtig geklotzt.

Durch die enormen Veränderungen gegenüber dem Vorgänger, der mit deutlich weniger Cache sowie nur drei Speicherkanälen auskommen muss und keine PCI-Express-Leitungen beherbergt, benötigt "Sandy Bridge"-E allerdings einen neuen Sockel, den LGA-2011. Auch ein neuer Single-Chip-Chipsatz X79 wird notwendig. Zusammen ergibt dies die neue "Waimea Bay"-Plattform.

Doch was bedeuten all diese Änderungen für die Praxis im Desktop-Segment? Kann "Sandy Bridge"-E die geballte Rohpower überhaupt in spürbare Performancegewinne umsetzen? Oder verpufft das meiste als Wärme und ungenutzte Energie?

Um diese Fragen zu beantworten, verwenden wir den Intel Core i7 3960X Extreme Edition mit 6 Kernen, 3,3 GHz Grundtakt und 15 MByte L3-Cache. Wir vergleichen den Prozessor sowohl mit dem Vorgänger als auch der Konkurrenz und untersuchen, woher Intel die zusätzliche Leistung holen will. Weiterhin dürfen natürlich die mittlerweile zur Pflicht gewordenen Analysen rund um die Leistungsaufnahme und den Betrieb außerhalb der gesetzten Spezifikationen – Übertakten, Undervolten – nicht fehlen.

Zur Orientierung folgt eine kurze Inhaltsübersicht:

Bevor wir zum Artikel schreiten, wollen wir Arthur Liberman – dem Entwickler von CoreTemp – für seine großartige Unterstützung während der Tests danken.


 



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