Mit Sand gemacht

Intel "Sandy Bridge": Vierkern-CPUs Core iX 2000 im Test

Prozessoren | 03.01.2011, 06:00
Intel stellt seine neue Mainstream-Plattform auf Basis der "Sandy Bridge"-Architektur vor. In Kürze erfolgt auch der offizielle Startschuss für den Verkauf der Vierkern-Prozessoren mit integrierter Grafikeinheit. Wir dürfen allerdings bereits heute darüber berichten, was übermorgen dann in den Läden stehen wird und untersuchen an drei CPU-Modellen die Leistungsfähigkeit und Alltagstauglichkeit der Architektur, der kompletten CPU sowie der integrierten Grafikeinheit.

Intro


Fast viereinhalb Jahre ist es nun her, da stellte Intel seine Core-Architektur für den Sockel 775 vor und legte damit das Fundament für eine sehr erfolgreiche Zeit. In den folgenden Jahren präsentierte Intel nicht nur immer schnellere Modelle, sondern legt auch mit der damals neuen 45-nm-Technologie die Messlatte in Sachen Energieverbrauch extrem hoch.

Mit der Core-Architektur löste Intel dabei die Netburst-Generation – also Pentium 4 und Pentium D ab. Gerade zum Ende hin erreichten diese – auch bedingt durch exzellente Produkte von AMD – nur eine sehr geringe Marktakzeptanz. Als eine Lehre aus diesem Dilemma legte man sich selbst das sogenannte Tick-Tock-Modell auf, um stets in der Lage zu sein auf neue Marktsituationen reagieren zu können. Das Tick-Tock-Modell gibt dabei vor, dass alle zwei Jahre eine neue Architektur (Tock) und in den zwischen Jahren eine neue Fertigung (Tick) zum Einsatz kommt.

Bild: Intel "Sandy Bridge": Vierkern-CPUs Core iX 2000 im Test

Eben auf Grund dieses Modells ließ Intel die so erfolgreichen Core-2-Modelle 2008/2009 auslaufen und wechselte mit der Nehalem-Architektur auf eine neue Plattform. Dabei spaltete man den Markt in zwei Segmente "Mainstream" sowie "High-End" auf, und legt für jeden der beiden Bereiche einen eigenen Prozessor mit eigenem Sockel und eigener Peripherie auf. Doch trotz der Mühen, ankommen wollten die Modelle nicht so recht am Markt. Der Marktanteil der Sockel-775-Prozessoren liegt beispielsweise unbestätigten Informationen nach noch immer bei mehr als 65 Prozent.

Doch nun wieder zwei Jahre später steht mit der neuen "Sandy Bridge"-Architektur der nächste "Tock" ins Haus und dieser soll all jenes besser machen, was Nehalem nicht geschafft hat – vor allem eine hohe Marktakzeptanz erreichen und dies nicht nur bei den OEM-Herstellern.

Aus diesem Grund stellt Intel zunächst die Mainstream-Prozessoren vor und hofft mit einer breiten Produktpalette sowie zahlreichen Verbesserungen auf eine schnelle Marktdurchdringung. Insbesondere sollen eine überarbeitete Kern-Architektur und höhere Taktfrequenzen zu einem deutlichen Leistungssprung führen. Darüber hinaus stattet der Hersteller nun alle Prozessoren mit einer integrierten Grafikeinheit aus, welche ebenfalls deutlich leistungsfähiger als die Vorgängergeneration sein soll. Trotz eines erneuten Sockel-Wechsels auf den neuen Sockel 1155 will Intel damit ein Rundum-Sorglos-Paket schnüren, welches sowohl für Büro-Rechner als auch für Enthusiasten geeignet ist.

Zu diesem Zweck werden wir bei "Sandy Bridge" auf den nächsten Seiten an Hand des neuen Topmodells Intel Core i7 2600K mit 3,4 GHz, TurboMode und Hyperthreading sowie des Intel Core i5 2500K mit 3,3 GHz, TurboMode, aber ohne Hyperthreading, untersuchen, ob die im Vorfeld getätigten Versprechen hinsichtlich der Leistungsfähigkeit von Prozessor und integrierter Grafikeinheit zutreffen. Gerade um letztere zu evaluieren haben wir außerdem noch einen Intel Core i5 2300 mit 2,8 GHz im Handel erworben um auch die Grafikeinheit günstigerer Ableger analysieren zu können.

Doch nicht nur die reine Leistung von Sandy Bridge werden wir untersuchen, sondern auch wie man sich im Vergleich zur Konkurrenz und dem Vorgänger schlägt, sowie woher man denn die eventuell vorhandene Mehr-Leistung herholt. Auch in Sachen Grafikeinheit wollen wir auf den nächsten Seiten mehr tun, als nur die Performance mit Hilfe einiger Benchmarks festzustellen. So werden wir uns auch um die Bildqualität und die Multimedia-Funktionalität kümmern. Und zu guter Letzt dürfen natürlich die mittlerweile zur Pflicht gewordenen Analysen rund um die Leistungsaufnahme und den Betrieb außerhalb der gesetzten Spezifikationen -.Übertakten, Undervolten – nicht fehlen. Um bei all diesen Aufgaben den Überblick nicht zu verlieren nachfolgend schon einmal ein kleiner Vorgeschmack.

Doch nun genug der Vorrede. Vorhang auf, Hosen runter, es ist Zeit für die Wahrheit.



 

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