"Sandy Bridge"-iGPU trifft Grafikkarte - Lucids Virtu-Technologie im Test

Grafikkarten | 26.04.2011, 20:15


Mit Lucids Virtu-Technologie ist es möglich den in die "Sandy Bridge"-Prozessoren integrierten Grafikbeschleuniger zusammen mit einer diskreten Grafikkarte zu nutzen und so die Vorteile niedriger Leistungsaufnahme und hoher Performance zu kombinieren. Wie gut dies gelingt soll unser heutiger Artikel klären, in dem wir der Virtu-Technologie auf den Zahn fühlen. Dabei analysieren wir neben der Spiele-Performance auch die Leistungsaufnahme sowie die Tücken im Alltagsbetrieb.

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Schenkt man den aktuellen Gerüchten Glauben, so wird Intel in wenigen Tagen seinen Z68-Chipsatz vorstellen, der quasi die Vereinigung des P67- und H67-Chipsatzes darstellt. Passend dazu, sind in den vergangenen Tagen immer wieder neue Mainboards im Web aufgetaucht und dabei die "Virtu"-Technologie von Lucid im Funktionsumfang aufgeführt.

Die Idee hinter Virtu ist dabei so simpel wie genial. Kommt ein Mainboard zum Einsatz, welches die integrierte Grafikeinheit der "Sandy Bridge"-Prozessoren unterstützt, so ermöglicht Virtu die Nutzung der iGPU auch dann, wenn sich eine diskrete Grafikkarte im System befindet. Dadurch kann beispielsweise im 2D-Betrieb der integrierte Beschleuniger genutzt werden und nur wenn aufwändige 3D-Szenen zu berechnen sind, etwa in Spielen, wird die diskrete Grafikeinheit verwendet. Darüber hinaus können auch beide Beschleuniger gleichzeitig verwendet werden, beispielsweise in dem die iGPU mittels QuickSync ein Video kodiert während parallel dazu die diskrete Grafikkarte zum Spielen verwendet wird. Der eigentlich Clou bei Virtu ist jedoch, dass es sich nicht um eine Hardwareschaltung handelt sondern lediglich um eine Software, so dass diese auf jedem Mainboard mit H67- oder in Zukunft Z68-Chipsatz einsetzbar ist.

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Die Vergangenheit in Form des Hydra-Controllers von Lucid hat allerdings gezeigt, dass sich die Firma bei der Umsetzung gelegentlich schwer tut. So waren auch damals die Experten von der Theorie hinter dem Controller sehr angetan, doch die Realität mit Treiber-Problemen und schlechter 3D-Performance, führte bis heute dazu, dass sich der Hydra-Controller nicht wirklich durchsetzen konnte.

Es stellt sich somit die berechtigte Frage, wie es mit der Virtu-Software und deren realem Nutzen aussieht. Eben diese Frage wollen wir versuchen mit dem heutigen Artikel zu beantworten. Dabei werden wir zum einen untersuchen ob es mit Virtu möglich ist, den Energieverbrauch von Systemen mit diskreten Grafikkarten im 2D-Betrieb abzusenken, zum anderen werden wir uns aber auch ansehen, wie es um die 3D-Performance bestellt ist, wenn beide Beschleuniger gleichzeitig aktiv sind und die Grafikausgabe nur über eine der beiden Grafikkarten erfolgt. Und zu guter Letzt werden wir natürlich auch noch untersuchen, ob es tatsächlich möglich ist, QuickSync zu nutzen und parallel dazu auch den diskreten Beschleuniger zu verwenden.