"Sandy Bridge"-iGPU trifft Grafikkarte - Lucids Virtu-Technologie im Test

Grafikkarten | 26.04.2011, 20:15 | Seite 7

Leistungsaufnahme


Durch die Kombination einer integrierten Grafikeinheit für den 2D-Betrieb sowie zum Video-(De)Kodieren und einer diskreten Grafikkarte für den 3D-Betrieb erhofft man sich natürlich auch eine gesenkte Leistungsaufnahme. Ob Virtu hierbei Punkten kann, obwohl aktuelle diskrete Grafikbeschleuniger nicht abschaltbar sind und somit stets mindestens soviel Energie wie im 2D-Betrieb konsumieren, wollen wir im Folgenden untersuchen.

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem)
Idle
i-Mode
[GeForce GTX 260 + HD 2000]
70,6
GeForce GTX 260
70,1
d-Mode
[GeForce GTX 260 + HD 2000]
70,0
d-Mode
[Radeon HD 5830 + HD 2000]
57,7
i-Mode
[Radeon HD 5830 + HD 2000]
57,4
Radeon HD 5830
57,3
HD 2000
35,0
Watt


Wie die Ergebnisse im Idle-Zustand deutlich zeigen, bringt der Einsatz von Virtu in Sachen Energieverbrauch gar nichts. Durch den bereits erwähnten Umstand, dass eben die diskreten Grafikkarten aktuell nicht abschaltbar sind, war dieses Problem allerdings vorhersehbar. Hier ist weniger Lucid, denn vielmehr die Grafikkartenhersteller gefragt, diese Situation zu verbessern.

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem)
Blu-Ray Wiedergabe [James Bond: Ein Quantum Trost]
d-Mode
[Radeon HD 5830 + HD 2000]
94,0
Radeon HD 5830
94,0
i-Mode
[Radeon HD 5830 + HD 2000]
68,0
HD 2000
49,0
Watt


Anders sieht es bei der Wiedergabe einer Blu-Ray aus. Dadurch, dass das Video-Material nicht auf dem diskreten Beschleuniger dekodiert wird, verharrt dieser in seinem niedrigsten Verbrauchzustand. Da die integrierte Grafikeinheit diese Aufgabe bewältigt, ohne dabei auch nur näherungsweise so viel Energie zu verbrauchen wie der diskrete Beschleuniger, spart man im i-Mode durchaus einiges an Energie ein. In unserem hier gezeigten Fall sind dies immerhin 26 Watt. Im d-Mode hingegen liegt man auf dem Niveau eines Systems in dem nur eine Radeon HD 5830 werkelt, da eben in diesem Modus die Dekodierfunktionen der diskreten Grafikkarte und nicht der integrierten genutzt werden. Da sich dies auch beim Einsatz einer anderen diskreten Grafikkarte nicht ändert, haben wir an dieser Stelle auch auf die nochmalige Vermessung der GeForce GTX 260 verzichtet. Erneut ist es jedoch so, dass man nicht an die Werte beim alleinigen Einsatz der integrierten Grafikeinheit herankommt.