NVIDIA GeForce GTX 550 Ti - erneuter Angriff auf AMD HD 5770 / 6770

Grafikkarten | 15.03.2011, 14:00 | Seite 2

Technik GF116 – GTS 450 im Vollausbau



Eckdaten GeForce GTX 560 Ti GeForce GTX 550 Ti GeForce GTS 450 Radeon HD 5770 Radon HD 5750
Codename GF114 GF116 GF106 RV840 RV840
Fertigung 40 nm 40 nm 40 nm 40 nm 40 nm
Transistoren 1950 Mio. 1170 Mio. 1170 Mio. 1040 Mio. 1040 Mio.
Taktrate Chip 822 MHz 900 MHz 783 MHz 850 MHz 700 MHz
Taktrate Shader 1644 MHz 1800 MHz 1566 MHz 850 MHz 700 MHz
Taktrate Speicher (MHz) 1002 MHz 1026 MHz 900 MHz 1200 MHz 1150 MHz
Taktrate Speicher (Mbps) 4008 Mbps 4104 Mbps 3600 Mbps 4800 Mbps 4600 Mbps
Speicherart GDDR5 GDDR5 GDDR5 GDDR5 GDDR5
typische Speichergröße 1024 MB 1024 MB 1024 MB 1024 MB 1024 / 512 MB
Speicheranbindung 256 bit 192 bit 128 bit 128 bit 128 bit
Shader Recheneinheiten 384 192 192 800 (160*Vec5) 720 (144*Vec5)
Typ Shadereinheiten Skalar-Prozessoren Skalar-Prozessoren Skalar-Prozessoren Vec5 (Co Issue 1:1:1:1:1) Vec5 (Co Issue 1:1:1:1:1)
Fähigkeiten pro Shadereinheit MADD MADD MADD MADD MADD
Double Precision Unterstützung Ja – 1/12 SP-Leistung Ja – 1/12 SP-Leistung Ja – 1/12 SP-Leistung Nein Nein
Textur-Einheiten (TMUs) 64 32 32 40 36
Raster-Operation-Einheiten (ROP) 32 24 16 16 16
Shader-Model-Version 5.0 5.0 5.0 5.0 5.0
DirectX-Version DirectX 11 DirectX 11 DirectX 11 DirectX 11 DirectX 11
Audio-Controller 7.1 (HD-Bitstream) 7.1 (HD-Bitstream) 7.1 (HD-Bitstream) 7.1 (HD-Bitstream) 7.1 (HD-Bitstream)
Video-Prozessor VP4 VP4 VP4 UVD2 UVD2
TDP 170 W 116 W 106 W 108 Watt 86 Watt


Die GeForce GTX 550 Ti basiert auf dem GF116-Chip, welcher einen Ableger des GF106 darstellt (GeForce GTS 450). Die Transistor-Zahl des GF116 gibt NVIDIA, exakt wie beim GF106, mit 1170 Millionen Transistoren an. Bereit hieraus lässt sich ableiten, dass es keine Größeren Änderungen beim Chip-Design gibt. Allerdings setzt NVIDIA bei der GeForce GXT 550 Ti diesmal auf einen Chip im Vollausbau. Anders als bei der GeForce GTS 450 wurden also keine Einheiten deaktiviert. Zudem spricht der Hersteller – wie bei der gesamtem GeForce-500-Serie – von Low-Level-Optimierungen auf Transistorebene, wodurch laut NVIDIA eine höhere Effizienz gegenüber dem Vorgängermodell gewährleistet werden kann.

Bild: NVIDIA GeForce GTX 550 Ti – erneuter Angriff auf AMD HD 5770 / 6770
Bild: NVIDIA GeForce GTX 550 Ti – erneuter Angriff auf AMD HD 5770 / 6770
GeForce GTX 550 Ti GeForce GTS 450



Die GeForce GTX 550 Ti kann auf einen Graphics Processing Cluster (GPC) zurückgreifen. Dieser ist mit 4 Streaming Multiprocessor (SM) und einer Raster Engine (Rasterizer & Triangle Setup) ausgestattet. Wie bei allen kleineren NVIDIA-Modellen verfügt auch der GF116 über 48 Cuda Cores (drei Vec16-Rechenwerke), 8 Texturierungs-Einheiten (TMUs) und einer Polymorph-Engine (inklusive Tesselation-Einheit). Die Streaming Multiprocessors der größeren Grafik-Modelle verfügen im direkten Vergleich über lediglich 32 Cuda-Cores und 4 TMUs, allerdings ist die Anzahl der SMs im Gesamten bei diesen Modellen höher.

Bild: NVIDIA GeForce GTX 550 Ti – erneuter Angriff auf AMD HD 5770 / 6770

Insgesamt kommt die GeForce GTX 550 Ti – wie auch bereits die GeForce GTS 450 – somit auf 192 Cuda Cores (4 SMs mit je 48 Cuda-Cores) und 32 Texturierungs-Einheiten (4 SMs mit je 8 TMUs). Anders als der Vorgänger ist die GeForce GTX 550 Ti jedoch mit drei ROP-Partitionen mit je 8 ROP-Einheiten ausgestattet, was in 24 ROP-Einheiten resultiert. An die Seite der ROP-Partitionen stellt NVIDIA ebenfalls drei 64-bit-Speichercontroller, was einer Breite des gesamten Speicherinterface von 192 bit entspricht. Jeder Speichercontroller steuert hierbei zwei 32-bit-Speicherchips an. Um bei insgesamt 6 Speicherchips dennoch Speichergröße von 1024 MB umsetzen zu können, bedient sich NVIDIA einem Trick.

Bild: NVIDIA GeForce GTX 550 Ti – erneuter Angriff auf AMD HD 5770 / 6770

Anstelle von 6 Speicherchips mit gleicher Speichergröße, setzt NVIDIA auf eine Kombination von vier Chips mit 128 MB (1024 MBit) Kapazität und zwei 256-MB-Chips (2048 MBit). Beim Einsatz Chips mit gleicher Speicherkapazität wären bei einem 192-bit-Speicherinterface (drei Speichercontroller) lediglich Speicherkonfigurationen von 768 MB (1024-MBit-Chips) und 1536 MB (2048-MBit-Chips) möglich gewesen.

Merkmal GTX 560 Ti GTX 550 Ti GTS 450 HD 5770 HD 5750
Rechenleistung – SP (MADD) 1263 GFLOPs 691,2 GFLOPs 601,3 GFLOPs 1360 GFLOP/s 1008 GFLOP/s
Rechenleistung – DP (MADD) 105 GFLOPs 57,6 GFLOPs 50,1 GFLOPs - -
Texturierungsleistung (FP16 bilinear) 52,6 GTex/s 28,8 GTex/s 12,6 GTex/s 17,0 GTex/s 12,6 GTex/s
Texturierungsleistung (INT8 bilinear) 52,6 GTex/s 28,8 GTex/s 25,1 GTex/s 34,0 GTex/s 25,2 GTex/s
Speicherbandbreite 192,0 GB/s 98,5 GB/s 57,6 GB/s 76,8 GB/s 73,6 GB/s


Auf dem Papier kann sich die GeForce GTX 550 Ti bei Rechenleistung und Texturierungsleistung rund 15 Prozent vor eine GeForce GTS 450 setzen. Bei der Speicherbandbreite steigt aufgrund des breiteren Interface hingegen massiv. Dass die Texturierungsleistung bei FP16-Texturen doppelt so hohe Werte erreicht wie eine GTS 450 ist dem Umstand geschuldet, dass NVIDIA seit dem GF110 (GeForce GTX 580 und 570) FP16-Texturen nun mit voller Geschwindigkeit filtern kann. Da diese Texturen in Spielen derzeit jedoch noch kaum Verwendung finden, sollte dies nicht überbewertet werden.

Bild: NVIDIA GeForce GTX 550 Ti – erneuter Angriff auf AMD HD 5770 / 6770