Performance-Sprung oder Stillstand? Intels neuer Grafiktreiber für "Sandy Bridge" im Test

Grafikkarten | 24.05.2011, 17:43
Mit der integrierten Grafikeinheit der "Sandy Bridge"-Prozessoren hat Intel den Anschluss an die Low-Budget-Grafikkarten von AMD und NVIDIA geschafft. Doch damit wächst nun auch die Verantwortung des Treiber-Teams von Intel regelmäßig neue Treiber mit Bug-Fixes und Performance-Verbesserungen für ältere wie aktuelle Spiele zu veröffentlichen. In der Vergangenheit war dies ein großes Manko bei Intel. Zum Lauch von "Sandy Bridge" gelobte man jedoch Besserung. Ob dies wahr geworden ist, wollen wir heute mit dem Intel-Grafiktreiber 15.22.1.64.2361 untersuchen.

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Geht man nach den Zahlen der verkauften Grafikbeschleuniger und bezieht dabei die in Chipsätze oder Prozessoren integrierten Einheiten mit, so ist nicht AMD oder NVIDIA der weltweit führende Hersteller von Grafikchips sondern Intel. Insbesondere seit der Einführung von "Sandy Bridge" kann Intel gewaltig punkten. Jeder "Sandy Bridge"-Ableger für Desktop- oder Mobil-Geräte besitzt einen integrierten Grafikbeschleuniger und sogar zahlreiche Server-Prozessoren kommen mit einer iGPU daher, was sich natürlich auf die Verkaufszahlen niederschlägt.

Bild: Performance-Sprung oder Stillstand? Intels neuer Grafiktreiber für "Sandy Bridge" im Test

Trotz der Größe der Grafiksparte waren Intels Beschleuniger dabei jedoch bisher in aller Regel schlicht zu langsam, um Spiele mit einem vernünftigen Detailgrad wiedergeben zu können. Dies hat sich mit "Sandy Bridge" deutlich verbessert. Der Test zu Intels Quad-Core-Prozessoren zeigt: Zum ersten Mal hat man halbwegs den Anschluss an die Leistung der Low-Budget-Grafikeinheiten von AMD und NVIDIA geschafft.

Doch damit steht Intel nun stärker als früher in der Verantwortung, wenn es um guten Support etwa durch kontinuierliche Treiber-Unterstützung geht. Standen früher "nur" die Bug-Fixes im Fokus, gesellt sich nun noch die Pflege und Einbindung neuer Spiele-Titel hinzu.

Zum Launch der "Sandy Bridge"-Prozessoren im Januar diesen Jahres, waren wir dabei nur bedingt von der Leistung des Treiberteams überzeugt. Zu viele Schwierigkeiten gab es hier und da, etwa bei der Bildqualität oder der Anwendungsunterstützung. Angesprochen auf diese Probleme versprach uns Intel in allen Bereichen an Verbesserungen zu arbeiten. Doch wie steht es um diese?

Fast ein halbes Jahr nach dem Start ist daher nun an der Zeit, sich einmal den Intel-Grafiktreiber 8.15.10.2361 anzusehen und ihn auf Performance oder Bildqualität – etwa dem anisotropen Filter – zu untersuchen. Insbesondere die reine Spiele-Performance will Intel deutlich nachgebessert haben und reklamiert stolz Performancezuwächse von bis zu 43 Prozent. Ob dies stimmt? Die nächsten Seiten werden es zeigen.

Intel-Grafiktreiber 15.22.1.64.2361/ 8.15.10.2361 herunterladen.