Island Hopping und das Kap der Hoffnung

AMD Radeon HD 7770 und Radeon HD 7750 im Test

Grafikkarten | 15.02.2012, 06:00
AMD ist bereit für den zweiten Schritt und stellt die kleinste Gattung der Radeon-HD-7000-Serie vor. Die Radeon HD 7770 und HD 7750 sorgen im Test für einige Überraschungen, die sowohl positiv ausfallen, wenn man es sparsam mag. Fragen wirft hingegen die Performance auf, die mit dem Preis der Grafikkarten derzeit noch kollidiert.

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Aktuell hüpfen wir recht schnell über die "südlichen Inseln" hinweg. Southern Island ist der Codename der neuen Radeon HD-7000-Serie und die einzelnen Untergruppen dieser Grafikkartenchips sind nach Insel-Bereichen benannt. Den Start machte Tahiti in Form der Radeon-HD-7900-Serie, unterteilt in Radeon HD 7970 und Radeon HD 7950. Und in beiden Fällen landete AMD Volltreffer

Mit beiden High-End-Grafikkarten zeigte AMD eine beeindruckende Performance in Verbindung mit sehr guter Energieeffizienz. Eigentlich hätte man beim "Island-Hopping" nun die darunter gelegene, nächste Leistungstufe erwartet: Pitcairn – somit die Radeon-HD-7800-Familie – doch AMD lässt uns noch ein wenig warten und springt erst einmal beim Insel-Rundgang zu Cape Verde.

Bild: AMD Radeon HD 7770 und Radeon HD 7750 im Test

Bei Cape Verde handelt es sich um die Radeon HD-7700-Familie oder auch das Brot- und Butter-Geschäft, das man auch schon als Kap der Hoffnung für AMD beschreiben könnte. Im Oktober 2009 stellte AMD mit großem Erfolg erstmals die Radeon HD-5700-Serie vor, die ein Jahr später noch so erfolgreich war, dass Northern-Island-Modelle (Radeon HD 6000) überhaupt nicht auf diesen Preis-/Leistungs-Sektor ausgerichtet wurden.

Damit ließ es AMD bei der erbrachten Leistung und die Radeon HD 5770 und Radeon HD 5750 wurden schlicht – mit geringfügigen Überarbeitungen bei den Monitoranschlüssen – zur Radeon HD 6750 und HD 6770. Eine mehr oder minder simple Produkt-Umbenennung fand statt. Heute nun erfahren diese beiden Modelle ihr wirkliches Upgrade. Cape Verde in Form der AMD Radeon HD 7770 und AMD Radeon HD 7750 stellen die offiziellen Nachfolger der betagten HD-5700-Modelle dar.

Beide neuen Grafikkarten basieren auf der Graphic-Core-Next-Architektur und stellen die Einstiegsvarianten mit dieser Architektur dar. Kleinere GCN-basierende GPUs soll es laut AMD vorerst nicht geben. Alle Modelle bis zum Preispunkt von 99 US-Dollar werden laut AMD weiter durch die Northern-Island-Grafikkarten der bekannten HD-6000-Serie abgedeckt. Eine Umbenennung dieser Produkte sei bislang nicht angedacht.

Wie gut ist AMD die Ablöse seiner beiden Klassiker Radeon HD 5770 und HD 5750 nun tatsächlich gelungen? Und unser Testartikel wird dieser Frage nachfolgend auf den Grund gehen.