Halbe Kraft oder volle Performance?

AMD Radeon HD 7850 mit 1 GByte Hauptspeicher

Grafikkarten | 06.09.2012, 14:27

Intro



In den letzten Wochen begegneten uns auf Seiten AMD recht viele "Neuvorstellungen" eigentlich bekannter Produkte. Ein letztes August-Update haben wir noch in Petto: die Radeon HD 7850 mit einem Gigabyte Hauptspeicher. Damit stellt sich der bislang ohnehin schon breit aufgestellte Hersteller AMD nun noch flexibler dar – preisgünstiger auch – und will offenbar Marktentscheidungen des Mitbewerbers NVIDIA erschweren. Unser heutiger Test wird zeigen, ob sich eine HD 7850 mit 1 GB Speicher lohnt.

Streng genommen gehört der August im Grafikkarten-Segment AMD. Während Mitbewerber NVIDIA es gerade einmal schaffte einen weiteren, beschnittenen GK104-Ableger in Form der GTX 660 Ti vorzustellen, schaffte es AMD dagegen seine Preise zu senken und sein gesamtes Produktportfolio für den Anwender etwas undurchschaubarer zu machen.

AMD zauberte erst im Juli die Radeon HD 7970 GHz-Edition aus dem Hut, im August folgte schließlich die HD 7750 mit 900 MHz Takt, HD-7770-Karten mit 1100 MHz oder mehr Takt wurden beworben und eine HD 7950 mit Boost-Funktion fand ebenfalls noch ihr Stelldichein.

Bild: AMD Radeon HD 7850 mit 1 GByte Hauptspeicher

Und damit NVIDIA es mit ihren künftigen Produkten – längst überfällig – es noch etwas schwerer hat, ist der letzte August-Streich von AMD mit dem Namen Radeon HD 7850 1 GByte tituliert. Bislang gab es Grafikkarten mit dieser HD-7850-GPU nur mit 2 GByte Speicher und man darf zugestehen, dass sich hinter dem Hauptspeicher schon seit Jahren ein gewisser Marketing-Effekt verbirgt. Selbst kleinsten Grafikkarten, welche in kaum 3D-fähigen-Leistungsklassen spielen, spendieren die Hersteller gerne etwas mehr Speicher. Der Laie hat dies schon längst über jeden Angebots-Flyer verinnerlicht. 2 GByte ist schneller als 1 Gbyte und darüber funktioniert der Absatz in aller Regel auch.

Allerdings stellt eine Radeon HD 7850 keine schwachbrüstige Grafikkarte dar – sie setzt aktuell eigentlich Akzente – zumindest im 200-Euro-Preissegment und auch in Ermangelung etwaiger Konkurrenz.

Nun stellt sich diese GPU mit auf 1 GByte abgespecktem Hauptspeicher zur Verfügung, bei gleichzeitig niedrigeren Preisen. Ein Schnäppchen oder eine Kastration? Wir finden es im heutigen Test heraus.