Die etwas andere GTX 670 macht Jagd auf die GTX 680

ASUS GeForce GTX 670 DirectCU II TOP im Test

Grafikkarten | 14.05.2012, 22:30
Mit ihrer Vorstellung am 10. Mai 2012 sorgte die GeForce GTX 670 für einige Überraschungen. Der GPU-Boost war höher ausgelegt und so näherte sich dieses NVIDIA-Modell gefährlich nahe der Leistung des größeren Bruders GeForce GTX 680. Ebenso überraschte das sehr günstig erscheinende Platinen-Design. Heute geht ASUS mit ihrer GTX 670 DirectCU II Top an den Start. Massiv übertaktet beginnt die Jagd auf die GTX 680 und das gar mit eigener PCB-Umsetzung.

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Am vergangenen Donnerstag stellte NVIDIA den dritten Ableger seiner Grafikkarten in 28-nm-Fertigungstechnik vor. Nach dem Flaggschiff GeForce GTX 690 mit zwei GK104-GPUs und der Single-GPU-Umsetzung GeForce GTX 680, folgte die GeForce GTX 670. Wie üblich bei einem kleineren GPU-Ableger, hatte NVIDIA einige Recheneinheiten deaktiviert und die Taktraten für die GPU verändert. So ist der Grundtakt der GTX 670 auf 915 MHz beschränkt, während die GTX 680 hier einen Grundtakt (Baseclock) von 1006 MHz zu verzeichnen hat. Doch während die Angaben zum GPU-Boost-Takt seitens NVIDIA eine ähnliche Sprache sprechen, zeigten die Testmuster bei der Presse einen durchaus höheren, oder ähnlichen maximalen GPU-Boost im Praxistest.

Bild: ASUS GeForce GTX 670 DirectCU II TOP im Test

Die Distanz in der 3D-Performance zwischen einer GeForce GTX 670 und einer GTX 680 zeigte sich damit überraschend klein und betrug im Mittel über unsere Messungen gerade einmal sechs Prozent. Die Überraschung für die Fangemeinde war perfekt und der geringere Preis gegenüber dem großen Bruder von etwa 100 Euro sorgte für mächtig Diskussionsstoff in den Foren und ließ sogar das sehr kurze, als günstig zu bezeichnende Platinendesign schnell vergessen.

Schon zum offiziellen Launch-Test durften wir euch dazu Benchmarks von separaten Boardpartnerkarten zeigen und versprachen, diese natürlich detailliert in separaten Artikeln zu betrachten. Starten werden wir darum heute mit der ASUS GeForce GTX 670 DirectCU Top, welche mit einem eigenen Platinendesign, teils anderen Bauteilen und natürlich komplett anderem Kühlerdesign für sich wirbt.

Dazu zählt diese Top-Variante offensichtlich zu einer der am höchsten übertakteten GTX-670-Modelle, welche sich aktuell am Markt befinden. Im besten Fall kann das uns vorliegende Modell mit 1306 MHz GPU-Boost agieren und stellt sich damit als unmittelbaren Kontrahenten für den großen Bruder GTX 680 dar. Reguläre GeForce-GTX-680-Karten zeigen sich aktuell wohl bestenfalls mit 1110 MHz GPU-Takt. Damit dürfte der Entscheid hinsichtlich der 3D-Leistung bereits gefallen zu sein.

Doch bleiben letzten Endes auch noch andere Fragen zu klären, unter anderem das Verhalten in der Geräuschkulisse, dem Temperaturverhalten, der Leistungsaufnahme oder gar der weiteren Übertaktbarkeit. Alles das wollen wir im heutigen Test beleuchten, ebenso, wie Hersteller ASUS das limitierende Power Target umgesetzt hat, denn was nutzen letzten Endes hohe Taktraten, wenn das gesetzte Ziel der Leistungsaufnahme erreicht ist und die Taktraten wieder reduziert werden?