Grafikkarten unter 100 Euro im Benchmarkvergleich

Budget-Grafikkarten-Benchmarkvergleich: GT 640 - GTX 650 - HD 7750 DDR3

Grafikkarten | 23.09.2012, 17:16

Intro



Nun endlich erreichen sie den Markt – die neuen Grafikkarten bis 100 Euro. Ein in der Öffentlichkeit verschmähtes Segment, doch in der Praxis stellt dieser Bereich das "Brot und Butter Geschäft" der Hersteller dar. Im heutigen Benchmarktest werfen wir ein Auge darauf, welche Modelle sich überhaupt für Spiele anbieten und mit dabei ist natürlich die brandneue GeForce GTX 650 und die Radeon HD 7750 mit 2 GB DDR3-Speicher – ebenso die GT 640 und GT 630. Unser Test wird klarstellen, was überhaupt im Budget-Segment tauglich für 3D-Spiele ist.

Es ist ein einfacher Marketing-Schachzug der beiden großen Grafikkarten-Hersteller. Wer die schnellste GPU besitzt und diese am besten vermarktet, dem folgt in aller Regel die Masse und unterstellt, dass auch kleinere Produkte dann eben die Nase vorn haben werden. Doch das entspricht eben nicht den Tatsachen. Vielmehr ist der Budget-Bereich bis 100 Euro ein nicht gern umworbener Sektor von AMD und NVIDIA – zumindest gegenüber der kritischen Presse.

Wen verwundert es also, dass AMD bei der Vorstellung seiner neuen HD-7000-Familie das Produktportfolio nach unten lediglich bis zur Radeon HD 7750 führte und Low-Budget-Modelle außen vor ließ? Wen verwundert es, dass NVIDIA die GeForce GT 640 leise einführte und keine Muster an die Presse schickte? Manche wundert es, dass AMD nun plötzlich eine Radeon HD 7750 mit DDR3-Speicher vorstellt. Man hat soviel Spielraum in diesem Bereich, doch man vermeidet gerne direkte Vergleiche, Presse-Bewerbungen, denn dann steht man sofort wieder im Rampenlicht. Und im "Brot und Butter Geschäft" sollte man das lieber nicht tun, denn sonst leiden die Preise all zu stark und man läuft in einen öffentlich kommentieren Preiskampf.

Bild: Budget-Grafikkarten-Benchmarkvergleich: GT 640 – GTX 650 – HD 7750 DDR3

Und Kommentare zu schlechter 3D-Performance und hohen Preisen in der Öffentlichkeit, das braucht kein Mensch. Von daher tobt ein leises Marketing, welches mit Box-Aufklebern wie 28-nm-Technik oder 2 GByte DDR3-Speicher auf Kundenfang bei der weniger versierten Käuferschicht geht. Selbst bei der GeForce GTX 650 "zickte" NVIDIA – Muster waren fast nicht zu bekommen und Partner berichteten davon, dass man dieses Produkt überhaupt nicht bewerben möchte. Zum Launch gab es nicht einmal einen offiziellen Treiber für die Presse, welche diese GPU unterstützte.

Wir sind einmal auf Einkaufstour gegangen und haben uns im Handel das besorgt, was weder AMD noch NVIDIA großartig bewerben möchte und auch nicht zwingend auf der Bemusterungsliste der Boardpartner steht. Allen voran steht hier die neue AMD Radeon HD 7750 mit 2048 DDR3-Speicher, gefolgt von einer GT 640 mit gleichem Speicherausbau. Danach eroberten wir eine GeForce GTX 650 und in allen Bereichen achteten wir darauf, dass wir auch Referenzmuster / -taktraten erhielten um einen möglichst fairen Vergleich anzustellen.

Ausführliche Worte zu AMDs Handeln mit der Einführung der HD 7750 mit DDR3-Speicher haben wir erst kürzlich verloren. Wir sehen einen konträren Marketingschachzug gegen NVIDIAs aktuelles Marketing auf diesem Bereich und wir wiederholen die mahnenden Worte: "Augen auf beim Grafikkartenkauf" schon im Vorfeld.