Da weder NVIDIA der Presse zum Launch eine Referenzkarten mit Referenztakt zur Verfügung gestellt hat, noch die Partner ihre Stock-Modelle bewerben wollten, landeten in den Redaktionen eben hochgezüchtete GTX-660-Ti-Vertreter, meist mit Top-Kühllösungen. Aus diesen haben die einzelnen Redaktionen dann versucht einen reguläre GTX 660 Ti über den Takt zu emulieren, indem man schlicht über Tools den Takt reduzierte.
Dabei ergeben sich aber gewisse Nachteile, denn häufig kommen die Top-Varianten der Partner mit höher gesetztem Power Target und besser Kühlung daher. Dies hat zur Folge, dass der mit diesen Karten emulierte, maximale Boost-Takt dann eben häufig dauerhaft erhalten bleibt und somit für höhere Benchmark-Resultate sorgt.
Ein Beispiel: Unser ASUS-Testmuster des Launchs hatte einen maximalen GPU-Boost von 1267 MHz gezeigt. Die manuelle Reduzierung der Taktraten auf GTX-660-Ti-Norm sorgte dafür, dass der maximale Boost auf 1137 MHz fiel, dafür aber fast immer Konstant vorhanden war. Unser jetzt vorliegendes Stock-Muster einer Referenzkarte besitzt dagegen einen maximalen Boost von 1124 MHz. Unter Last durften wir dann aber auch beobachten, dass die Taktraten durch das Power Target auf 1050 MHz reduziert wurden.
Nachfolgend vergleichen wir unsere emulierten Ergebnisse mit jenen der nun vorliegenden GTX-660-Ti-Referenzkarte.
Dabei ermitteln wir bereits einen gemittelten Unterschied von rund zwei Prozent über alle Benchmarks. Schaut man sich die nachfolgende, direkte Gegenüberstellung an, erkennt man, dass es je nach Applikation durchaus auch Unterschiede von bis zu 8 Prozentpunkten geben kann.
Damit weitet sich der bislang recht gering aufgezeigte Performance-Abstand zwischen den präsentierten OC-Modellen und den emulierten 660-Ti-Varianten doch ein wenig aus. Hatte man hier bislang bestenfalls gemittelte fünf Prozent erblicken dürfen, erweitert sich dieser Abstand nun bis bestenfalls sieben Prozent im Mittel.
Wir werden natürlich in künftigen Gegenüberstellungen ausschließlich noch mit der Referenzkarte arbeiten und die emulierten Resultate nicht mehr zeigen.