Wie schon alle bisherigen GTX-670-Modelle takten diese im Idle-Modus die GPU auf 324 MHz und den Speicher auf 162 MHz. Nicht anders verhält sich dies bei unserem Gainward-Produkt. Unter Last arbeitet der Speichertakt dann mit 1502 MHz (bislang typisch für GTX-670-Modelle) und die OC-GPU des Gainward-Phantom-Modells besitzt einen Base-Clock (Grundtakt) von 1006 MHz, statt der 915 MHz der Referenz. Dieser Takt entspricht dann dem Base-Clock einer GTX-680-Grafikkarte. Den gemittelten GPU-Boost-Takt nennt NVIDIA allgemein mit 980 MHz, bei Gainward lautet dieser auf 184 MHz. Unser Referenzmuster schaffte einen maximalen Boost-Takt von 1176 MHz – allerdings nur sehr kurzfristig, solange man das NVIDIA-Power-Target nicht manuell verändert.
Die weiteren Powerstufen haben wir wie folgt ermittelt (reale Messwerte, keine Tool-Auslesung), wobei wir erstmals auf Probleme gestoßen sind, hier im Multi-Monitor-Bereich:
Taktraten/ Spannungen Gainward GTX 670 Phantom
Takt GPU (MHz)
Takt Speicher (MHz)
Spannung GPU (Volt)
Spannung Speicher (Volt)
Lastfreier Betrieb
324
162
0,991
1,382
Blu-ray-Wiedergabe
324
162
0,994
1,382
Multi-Monitor-Betrieb
-
-
-
-
ATiTool
1176
1502
1,202
1,554
Furmark-Last
bis 1124
1502
1,199
1,544
Bei diesem Power-State wollte uns der Testkandidat ein wenig ärgern. Grundsätzlich konnten wir einen multiplen Anschluss zwischen DVI-Anschluss und DisplayPort herstellen, aber eine Kombination aus DVI-zu-DVI oder DVI-zu-HDMI scheiterte vollends. Wir waren nicht in der Lage in diesen Betriebsmodi zwei Bildschirme gleichzeitig zu verwenden, weshalb wir an einen Firmware-Fehler glauben.
Gerade hier waren wir gespannt, denn sind wir doch mit den GTX-670-Modellen bislang auf Überraschungen gestoßen. Die Taktraten (und Spannungen) wurden tiefer abgesenkt, als NVIDIA dies nach eigenem Whitepaper vorsieht. Unsere Anfrage an NVIDIA ist bislang aber noch unbeantwortet.
Darüber hinaus zeigt sich die Gainward-Phantom sehr ähnlich im sonstigen Verhalten zur getesteten Palit-Referenzkarte. Im Vergleich zum ASUS-Proudkt zeigt man sich beim Speicher gar auch deutlich genügsamer, bei der GPU-Spannung agiert man fast auf gleichem Niveau.