CPU, iGPU, OC und Verbrauch - Ist "Ivy Bridge" ein würdiger Nachfolger?

Intel Core i7 3770K - Ivy Bridge im ausführlichen Test

Prozessoren | 23.04.2012, 18:00
Wollte man die Leistung von Intels "Sandy Bridge"-Ableger für den Mainstream-Sockel LGA-1155 in einem Satz zusammenfassen, so würde man vermutlich wie folgt enden: "CPU hui, iGPU pfui mit positiven Ansätzen im Multimedia-Bereich". Mit "Ivy Bridge" will Intel nun seine Defizite bei der iGPU wettmachen und obendrein die CPU-Leistung bei gleichzeitig geringerem Verbrauch ein weiteres Mal steigern. Ob es gelingt? Unser Test des Intel Core i7-3770K – dem "Ivy Bridge"-Topmodell – wird endlich für Klarheit sorgen.

Intro


Als Intel letztes Jahr in Form der "Sandy Bridge"-Prozessoren (HT4U-Test) aus der Core-iX-2000-Serie für den Sockel LGA-1155 den ersten echten "Brückenschlag" zwischen einem klassischen Prozessor und einem integrierten Grafikbeschleuniger vorstellte, war die Presse zumeist voll des Lobes. Auch am Markt konnten sich diese Prozessoren einer großen Nachfrage erfreuen. Während dabei allerdings der eine Pfeiler, nämlich die Prozessorkerne, zu glänzen vermochten, musste Intel für den anderen Pfeiler in Form der integrierten Grafikeinheit deutliche Kritik einstecken: Für Office-Zwecke ausreichend, doch selbst für wenig anspruchsvolle Spiele zumeist zu langsam. Einzig die Multimedia-Fähigkeiten können überzeugen.

Bild: Intel Core i7 3770K – Ivy Bridge im ausführlichen Test

Mit dem heutigen Tage folgen nun die "Ivy Bridge"-Ableger, sozusagen "Sandy Bridge" 2.0. Dabei vertraut Intel bei "Ivy Bridge" im wesentlichen auf die Grundzüge von "Sandy Bridge", weshalb die ohnehin schon sehr guten Prozessorkerne kaum Neuerungen spendiert bekommen. Im Gegensatz dazu, wird die integrierte Grafikeinheit fast runderneuert damit "Ivy Bridge" dann auch endlich hier auf einem solideren Fundament stehen kann. Schließlich liegt genau in diesem Bereich die Konkurrenz weit vorne. Obendrein gibt es dann auch noch eine ganz neue Fertigung, auf Basis von Intels neuen 22-nm-Tri-Gate-Transistoren. Diese soll den Energieverbrauch trotz Mehrleistung gegenüber dem Vorgänger nochmals reduzieren, weshalb Intel die neuen Prozessoren auch mit einer niedrigeren Thermal Design Power (TDP) versieht.

Ob "Ivy Bridge" dabei den Vorschusslorbeeren gerecht werden kann, wird sich in unserem heutigen Test zeigen. Für diesen greifen wir auf Intels Topmodell aus der "Ivy Bridge"-Riege zurück, den Core i7-3770K mit 4 Kernen, 3,5 GHz, Turbo-Modus und Hyperthreading. Dieser ist dabei wie alle "Ivy Bridge"-Modelle kompatibel zum Sockel 1155 und ist damit theoretisch in allen Serie-6-Boards lauffähig.

Neben der reinen Leistung von "Ivy Bridge" in den Bereichen CPU und iGPU (Spiele, Bildqualität und Multimedia) interessiert uns dabei heute auch der direkte Vergleich zur Konkurrenz und dem Vorgänger. Und natürlich fehlen auch nicht unsere beliebten Analysen rund um die Leistungsaufnahme und den Betrieb außerhalb der gesetzten Spezifikationen – Übertakten, Undervolten. All diese Tests sollten dann die Frage klären ob "Ivy Bridge" wirklich ein würdiger Nachfolger von "Sandy Bridge" ist.

Zur Orientierung folgt eine kurze Inhaltsübersicht:
  • Vorstellung der neuen "Maho Bay"-Plattform
  • Analyse und Messungen zu den Neuerungen der "Ivy Bridge"-Prozessorkerne
  • Evaluierung der neuen iGPU inkl. Bildqualität und Multimedia-Tauglichkeit
  • Alltagsbetrieb inkl. Leistungsaufnahme, Übertakten (CPU, iGPU und Speicher) und Undervolten
  • Benchmark, Benchmarks, Benchmarks
  • Performace-Überblicke




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