NVIDIA GeForce GTX 690 im Test

Grafikkarten | 03.05.2012, 15:00 | Seite 3

Mikroruckler – Auch bei der GeForce GTX 690?


Da wir in den späteren Performance-Vergleichen ebenfalls SLI- und CrossFire-Betrachtungen zeigen werden, wollen wir im Vorfeld noch einmal die Thematik der Mikroruckler aufgreifen, welche von vielen Spielern mit Multi-GPU-Systemen beobachtet werden.

Während bei einem Single-GPU-Betrieb die zeitlichen Abstände zwischen zwei Frames nahezu konstant sind, kämpfen Multi-GPU-Systeme (im verbreiteten AFR-Modus) damit, dass der Abstand zwischen den Bildern sehr unregelmäßig ist. Das nachfolgende Diagramm verdeutlicht den Sachverhalt.

Bild: AMD Radeon HD 5870 – Runde 2


Die Single-GPU rendert in unserem Beispiel 5 Frames in 100 ms, was 50 FPS entspricht. Das Multi-GPU-System schafft 8 Frames in 100 ms – also 80 FPS. Allerdings folgen die Frames beim Crossfire-Betrieb nicht in gleichmäßigen Abständen. Die langsamsten Frames erscheinen in einem Abstand von 20 ms (entspricht 50 FPS) die schnellsten im Abstand von 5 ms (entspricht 200 FPS) zum Vorgänger. Allerdings orientiert sich unsere Wahrnehmung an den langsamen Frames, weshalb die Framerate in unserem Beispiel gefühlt wohl eher 50 FPS entsprechen würden, und nicht den berechneten 80 FPS.

Mit der GeForce GTX 690 verspricht NVIDIA nun Besserung. Genauer gesagt, soll die GeForce GTX 690 einen Mechanismus besitzen, der die Bildausgabe überwacht und gegebenenfalls in diese eingreifen kann. Dadurch sollen Mikroruckler vermieden bzw. deutlich abgeschwächt werden. Ob dies gelingt steht natürlich auf einem ganz anderen Blatt. Aus diesem Grund haben wir exemplarisch fünf Spiele herangezogen, anhand derer wir die vorstehende Theorie in der Praxis zeigen möchten.

Bild: NVIDIA GeForce GTX 690 im Test
Mikroruckler in "Alien vs. Predator"


Bild: NVIDIA GeForce GTX 690 im Test
Mikroruckler in "Brink"


Bild: NVIDIA GeForce GTX 690 im Test
Mikroruckler in "Crysis 2"


Bild: NVIDIA GeForce GTX 690 im Test
Mikroruckler in "Metro 2033"


Bild: NVIDIA GeForce GTX 690 im Test
Mikroruckler in "The Witcher 2"


Im Ergebnis bleibt festzuhalten, dass auch die GeForce GTX 690 weiterhin unter Mikrorucklern leidet. Möglicherweise könnte der Einsatz des Framelimiters dieses Problem abschwächen, doch wenn man der GTX 690 freien Lauf lässt, so muss man damit rechnen, dass es auch weiterhin zu störenden Mirorucklern kommen kann.