Sapphire Radeon HD 7770 Vapor-X im Test

Grafikkarten | 22.07.2012, 18:30 | Seite 41

Gesamtwertung und Fazit



Testwertung Sapphire Radeon HD 7770 Vapor-X
Performance 3D-Spiele +
Performance GPU-Computing +
Kühlleistung ++
Lautstärke Idle ++
Lautstärke Last ++
Leistungsaufnahme Idle ++
Leistungsaufnahme 3D-Last +
Leistungsaufnahme Multi-Monitor-Betrieb ++
Leistungsaufnahme Blu-ray-Wiedergabe o
Übertakten o
Lieferumfang o
Preis o
Mögliche Bewertungskriterien: -- / – / o / + / ++


Sapphires Radeon HD 7770 Vapor-X hat im heutigen Test mehr oder minder eine Paradevorstellung geliefert. Der zum Einsatz kommende Kühler ist für diese GPU fast schon überdimensioniert und hält gar in einem Worst-Case-Sezenario die GPU noch unter 70 °C. Dabei machen sich die beiden Lüfter gerade einmal mit etwas weniger als 18 dB(A) bemerkbar und dürften sogar in einem solchen Extrem-Fall kaum aus dem geschlossenen Gehäuse herauszuhören sein. Hier könnte man allenfalls kritisieren, dass im Idle-Modus und unter Spiele-Last die Geräuschkulisse bei circa 15 dB(A) liegt. Jammern auf höchstem Niveau also, denn auch dieser Wert ist als sehr gut zu bezeichnen.

Damit stellt sich heraus, dass die Kombination aus Platine und Kühlkonstrukt eine wesentliche Besonderheit bei diesem Produkt darstellt. Darüber hinaus dürfen wir Sapphire aber auch eine gute Arbeit in der weiteren Umsetzung attestieren. Dabei denken wir hier beispielsweise an die Kombination aus Taktraten und Spannungen, welche sich unmittelbar auf die Leistungsaufnahme auswirkt. Trotz der deutlich höheren Taktraten erblicken wir unter Spielen gerade einmal eine Leistungsaufnahme im Bereich von 80 Watt – im Idle-Betrieb schlägt man sich HD-7770-typisch weiterhin deutlich unter 10 Watt.

Bild: Sapphire Radeon HD 7770 Vapor-X im Test

Was die Spieleleistung betrifft, so zeigt sich das Sapphire-Modell natürlich im Vergleich zu normalen HD-7770-Grafikkarten schneller, was der werksseitigen Übertaktung geschuldet ist. Im Mittel kann man von vier bis fünf Prozentpunkten Mehrleistung ausgehen. Damit nähert sich die Sapphire Radeon HD 7770 Vapor-X einer Radeon HD 6850 deutlich an – unterliegt aber noch mit knapp einem Prozent.

Bleibt eigentlich nur noch der Preis: Eine reguläre Radeon HD 7770 startet derzeit im Preissegment von 110 Euro. Sapphires HD 7770 Vapor-X startet aktuell zu Preisen von 135 Euro, was einen saftigen Preiszuschlag bedeutet. Selbst eine AMD Radeon HD-6850-Grafikkarte bekommt man aktuell schon zu Straßenpreisen von circa 110 Euro. Dort wird auf der einen Seite eine etwas bessere Performance geboten, auf der anderen Seite aber eine schlechtere Leistungsaufnahme. Ob die Geräuschkulisse dann dort ebenfalls so überzeugen kann, wie beim heutigen Testkandidaten, steht also auf einem ganz anderen Blatt.

Für uns betrachtet, haben wir heute eine verdammt gute Umsetzung einer Radeon HD 7770 gesehen, welche in ihrer gesamten Darbietung eine Empfehlung verdient hat – den Preispunkt muss dabei jeder für sich ausmachen.

Bild: Sapphire Radeon HD 7770 Vapor-X im Test

[ls], 22. Juli 2012