Intro
Fast noch pünktlich zum Weihnachtsgeschäft versucht AMD eine neue Grafikkarten-GPU zu vermarkten. Diese läuft unter der Radeon-HD-7870-Namensgebung, setzt aber auf eine HD-7900-GPU auf. Zumindest hätte das Produkt den Namen Radeon HD 7870 Boost-Edition verdient, da deutlich flotter als eine HD-7870-Grafikkarte. Ein erster Vertreter zeigt sich in Form der VTX3D Radeon HD 7870 Black und unser heutiger, erster Test will zeigen, in welcher Performance-Klasse Tahiti LE spielt.
Update: Der komplette und detaillierte Test zur VTX3D HD 7870 Black ist online.
Schlagzeilen zu AMDs Tahiti LE gab es bislang viele. Das Jahr neigt sich dem Ende und man hatte schon fast den Eindruck, es könnte sich um eine "Ente" in den Nachrichten gehandelt haben, denn die Gerüchte sprachen von einer Vorstellung im November. Dann folgten Ankündigungen einiger Boardpartner und das Produkt nahm erste Gestalt an.
Was ist Tahiti LE? LE steht als Abkürzung für Limited Edition – eine beschränkt verfügte Auflage der AMD-Tahiti-GPU. Auf dieser GPU basieren bislang nur AMDs Radeon HD 7950 (Boost) und Radeon HD 7970 (Boost). Damit legt AMD also eine weitere Radeon-HD-7900-Grafikkarte in begrenzter Stückzahl auf. Der Hintergrund: Chips der neuen 28-nm-Fertigung, welche für die größten Modelle der Serie vorgesehen sind, erfüllen nicht immer die gesetzten Anforderungen. Dabei gibt es natürlich Chips, welche diese nur knapp verfehlen. Statt diese zu entsorgen, legen die Grafikkarten-Hersteller immer wieder einmal Sonderserien auf, unter welchen dann diese Chips verwertet werden. Tahiti LE ist also streng genommen eine Resteverwertung einer HD-7900-GPU.

Doch AMD tat sich dieses Mal offenbar schwer mit der Namensfindung und auch damit, ob man dieses Produkt letzten Endes selbst offiziell vorstellen wird. Der Entscheid ging zu guter Letzt in eine andere Richtung. Die Boardpartner können offenbar die begrenzte Stückzahl dieser Chips erwerben und diese dann als Radeon-HD-7870-Variante vermarkten – letzteres scheint wohl Pflicht. Somit gibt es keine Radeon HD 7930 und eigenartigerweise gibt es auch keine Radeon HD 7870 Boost-Edition. Dies wäre jedoch der korrekte Name in einer Radeon-HD-7870-Gruppe gewesen.
So finden sich bislang erste Bewerbungen als Radeon HD 7870 JokerCard oder HD 7870 Myst oder eben VTX3D Radeon HD 7870 Black und genau diese Black-Version von VTX3D steht uns heute für erste Tests zur Verfügung. Anhand dieses Produktes wollen wir in diesem Artikel eine erste Performance-Einordnung vornehmen. Ein gesonderter und ausführlicher Test zur VTX3D-Grafikkarte folgt – natürlich noch vor Weihnachten.
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