Die Ladentheke im Wohnzimmer

Amazon Kindle Fire HD im Test - das etwas andere Tablet

Sonstige Reviews | 10.02.2013, 12:00
Nach wie vor erfreuen sich Tablets großer Beliebtheit und so ist es kein Wunder, dass immer mehr Hersteller auf den Hype aufspringen und ihre Geräte an den Mann und die Frau bringen wollen. Amazon verfolgt jedoch bei seinen eigenen Tablets ein etwas anderes Konzept, mit welchem vor allem der eigene Absatz von digitale Inhalten angekurbelt werden soll. Was sich nach gewieftem Marketing anhört, kann in Form des Kindle Fire HD's durchaus eine Bereicherung für das eigene Wohnzimmer sein. Mit dem heutigen Test wollen wir das 7-Zoll-Tablet auf Herz und Nieren prüfen.


Intro


Amazon versteht es schon lange Produkte jedweder Art über das Internet zu verkaufen. Durch schnelle Lieferzeiten, kostenlosen Versand und unkomplizierten Kundenservice ist Amazon innerhalb weniger Jahre zum weltgrößten Online-Versand-Händler gewachsen. Kaum jemand der mit dem Internet in Berührung gekommen ist, ist das Angebot von Amazon entgangen. Amazons System funktioniert eben.

Blickt man auf den Tablet-Markt, hat Apple mit dem iPad Tablets praktisch erst etabliert und schließlich einen gewissen Hype ausgelöst. Apples Erfolge waren allerdings ebenfalls einem System geschuldet. Einer Kombination aus Hardware- und Software-Angebot, kombiniert mit guten Ideen. Apples Eco-System ist Ansporn für die wenigsten, doch Vorbild für alle. Es ist nicht verwunderlich, dass Google mehr auf seinen App-Store setzt und gleichzeitig günstige attraktive Hardware anbietet. Es ist damit ebenfalls nicht verwunderlich, dass Microsoft mit Windows 8 und passendem Angebot der Partner gerne gleiche Wege einschlagen möchte.

Bild: Amazon Kindle Fire HD im Test – das etwas andere Tablet

Amazon hat offenbar seine eigenen Optionen überdacht und das Nutzerverhalten analysiert. Mit dem Wandel der letzten 20 Jahre von physischen zu digitalen Medien, entstanden auch neue Vertriebsstrukturen welche es dem Kunden einfach machen, jederzeit das eigene Bedürfnisse nach Unterhaltung zu befriedigen. Apple war mit iTtunes und den iPods sicherlich Vorreiter im Bereich Musik und Amazon sprang mit digitalen Büchern auf den Zug auf. Kurz darauf erschien 2007 das Amazon Kindle – das Buch der anderen Art. Der eBook-Reader feierte seine Erfolge und fand Nachahmer.

Der nächste logische Schritt war und ist bis Heute natürlich ein vollwertiges Tablet mit Farbdisplay, Internetzugang und einem hauseigenem Shop für digitale Inhalte wie Bücher, Musik und Videos. Das Kindle Fire machte dabei 2011 den Anfang, und der Nachfolger, das Kindle Fire HD ließ nicht lange auf sich warten. Dabei setzt Amazon auf kleine Geräte, mit niedrigem Preis und moderaten Leistungswerten.

Das Kindle Fire HD ist ein 7-Zoll-Tablet, welches mit einem HD-Display und einem Preis von rund 200 € punkten möchte. Amazon setzt dabei auf das weitverbreitete Android-Betriebssystem, allerdings mit einer komplett überarbeiteten Oberfläche. Damit sind einerseits langwierige Portierungen von Android-Apps obsolet, zum anderen bietet man einen exklusiven Zugang zu den hauseigenen Shops. Abgerundet wird das Paket mit dem eigenen Video-on-Demand-Dienst Lovefilm.

Verkaufsmasche oder echter Zugewinn für die mediale Unterhaltung? Diese Frage versuchen wir auf den nachfolgenden Seiten zu klären.