Zowie FK2 im Test

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Die Neuerungen und Unterschiede



Zwischen der FK1 und der FK2 gibt es nicht nur optische, sondern auch technische Unterschiede. Die FK2 soll mit ihren Überarbeitungen dabei eine grundlegende Verbesserung zur FK1 darstellen – zumindest in gewissen Punkten, wo der Hersteller Bedarf sah.

Bild: Zowie FK2 im Test
Bild: Zowie FK2 im Test


Beginnen wir mit dem äußeren Erscheinungsbild. Die FK2 wurde schlanker gestaltet und bietet dabei etwas geringere Abmessungen zur FK1 in praktisch allen Bereichen. Leichter wurde der Nachfolger auch, wenngleich auch minimal. Im Ergebnis hat man es mit einer relativ leichten Maus zu tun, welche von ihrem geringen Gewicht her vielleicht nicht jeden Spieler ansprechen wird. Optionen, das Gewicht zu erhöhen, bietet Zowie weiterhin nicht.

Insgesamt betrachtet dürften die allgemeinen Schrumpfkuren – auch auf der Unterseite – das marginal geringere Gewicht erklären. Es ist eben auch weniger Material im Einsatz. Zowie will mit seiner jüngsten Kreation schlicht alle zufriedenstellen, doch das kann letzten Endes nie gelingen, denn jede Hand ist eben anders geformt und insbesondere große Hände vermissen möglicherweise einen gewissen Komfort. An dieser Stelle dreht man sich jedoch im Kreis, da der Hersteller eine symmetrische Maus zeigen möchte, die eben für Rechts- wie Linkshänder geeignet ist. Komfortable Mäuse für große Hände findet man zumeist eben nur im Rechtshänderlager.

Interne Unterschiede?

  • dpi-Stufen


In beiden Fällen haben wir es mit einer optischen Maus zu tun, welche auf eine LED-Unterstützung und nicht auf Lasertechnologie setzt. Im Gegensatz zur Zowie FK Pro oder EC1 Evo kommt mit der FK2 (wie bei der FK1) nun ein neuer Sensor zum Einsatz: der Avago ADNS-3310-Sensor, welcher eine höhere dpi-Stufe erlaubt. Maximal 3.200 dpi sind nun möglich. Der Vorgänger ADNS-3090 erlaubte eine maximale Abtastrate von 1.600 dpi. Das konnten wir in der Praxis auch nachstellen – die Feinfühligkeit der Maussteuerung nahm deutlich zu. Zur FK1 hingegen lässt sich ein Unterschied praktisch nicht ausmachen, was auf Grund der identischen Sensoren und der gleichen Lift-Abstände (zirka 1,5 bis 1,8 mm) auch nachvollziehbar ist.

Noch ein Wort zum Sensor: Die Firma Avago wurde nach unseren Informationen von der Firma PixArt übernommen. Der Avago ADNS-3310 hört dort auf den Namen PMW3310DH – hinter beidem verbirgt sich das gleiche Produkt. Nach dem Datenblatt kann der optische Sensor in der Theorie auch 5.000 dpi umsetzen, Zowie genügt aber wohl die 3.200-dpi-Stufe.

  • USB-Signalrate


Mit der USB-Signalrate ist die interne Frequenz gemeint, mittels welcher der USB-Anschluss arbeitet – in manchen Fällen auch als "USB Report Rate", "USB Polling Rate" oder "Mouse Polling Rate" bezeichnet. Nach USB-Spezifikation sind hier 125 Hz vorgesehen, und schon nach Einführung von USB-Mäusen stritten sich die Gelehrten über die Unterschiede der Performance von PS2-Mäusen gegenüber USB-Mäusen. Das rührt schlicht von den damit verbundenen Reaktionszeiten her.

USB-Signalrate Reaktionszeit
1.000 Hz 1 ms
500 Hz 2 ms
250 Hz 4 ms
125 Hz 8 ms
100 Hz 10 ms


Es liegt natürlich auf der Hand, dass kürzere Reaktionszeiten wünschenswert sind und dass sich in schnellen Titeln die Unterschiede zwischen 8 und 2 Millisekunden auswirken können. Unterschiede zwischen 500 und 1.000 Hz dürften vermutlich nur noch kaum ausmachbar sein, selbst der Wechsel zwischen 250 und 500 Hz dürfte allenfalls noch absoluten Profispielern auffallen.

Zowie bietet bei der FK2 die über Tastenkombination einstellbaren Optionen von 125, 500 und 1.000 Hz, gibt dabei an, dass die Vorauswahl auf der typischen 125-Hz-USB-Rate liegt. Das mussten wir im Test aber anders erfahren, denn nach Anschluss der Maus stellten wir mittels des Tools DIMR fest, dass die Vorauswahl bereits bei 1.000 Hz lag.

Bild: Zowie FK2 im Test
Bild: Zowie FK2 im Test
Bild: Zowie FK2 im Test
1.000 Hz (Default) 500 Hz 125 Hz


Im Ergebnis zeigen sich das Bild und die Optionen allerdings identisch zur FK1. Die unterschiedlichen Einstellungen beschreibt abermals der Verpackungskarton der FK2.

Bild: Zowie FK2 im Test


Und damit bleibt es im Ergebnis dabei, dass sich die FK2 zur FK1 praktisch nur in den zuvor genannten Punkten der Maße unterscheidet. Damit gibt es also auch nur marginale Verbesserungen, die eben wieder subjektiv komplett anders empfunden werden, da jeder Mensch persönliche Vorlieben und andere Handmaße hat.

 




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