Viel Kapazität zu niedrigem Preis

Crucial MX300 mit 1050 GB im Test

Storage & Speicher | HT4U.net
SSDs sind mittlerweile als Arbeitslaufwerke für Betriebssystem, Anwendungen und Spiele nicht mehr wegzudenken. Dagegen werden herkömmliche Festplatten oft nur noch als Lager für größere Datenmengen genutzt. Doch auch bei den Flash-Speichern wachsen stetig die Kapazitäten. Wir sehen uns heute Crucials 1-TB-Variante der MX300 an.

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Beim Kauf einer SSD sind für die meisten Nutzer die folgenden Faktoren interessant: Hohe Geschwindigkeit, hohe Kapazität und geringer Preis. Nun ließ es sich aber meist nicht vermeiden, dass man mehr oder weniger aus zwei dieser drei Faktoren wählen musste. Für eine höhere Kapazität müssen mehr Flash-Zellen verbaut werden, welche maßgeblich zum Preis beitragen. Denn eine beliebige Verkleinerung der Strukturen, um Kosten zu sparen, ist nicht möglich, da es hier bei jeder Verkleinerung massive technologische Hürden bei der Fertigung zu überwinden gibt. Ein Problem, was ebenso bei der weiteren Miniaturisierung von CPUs und GPUs auftritt.

Bild: Crucial MX300 mit 1050 GB im Test

In den vergangenen Jahren wurde ein großer Teil der Kapazitätszuwächse bei SSDs durch die Verwendung von MLC- und TLC-NAND erreicht. Dabei werden in einer Speicherzelle zwei bzw. drei Bit gespeichert. Dies machte jedoch eine genauere Ansteuerung der Zelle notwendig. Denn im Falle von MLC-NAND müssen zum Beispiel vier unterschiedliche Ladungszustände unterschieden werden, um zwei Bit zu speichern – jeweils einer für "00", "01", "10" und "11". Es reicht also nicht aus, zu prüfen, ob die Zelle überhaupt eine Ladung hat oder nicht, sondern auch, wie hoch die Ladung ist. Für TLC müssen sogar insgesamt acht Ladungslevels pro Speicherzelle voneinander unterscheidbar sein. Dieser Anspruch zusammen mit der Verkleinerung der Zellen verschlechterte aber die Haltbarkeit der Zellen, genauer gesagt den Faktor, wie oft eine Zelle korrekt beschrieben werden kann.

Denn je kleiner die Zelle, desto weniger Elektronen können darin gehalten werden, um einen Ladungslevel zu definieren, geschweige denn mehrere Ladungslevels voneinander zu unterscheiden. Durch die Verwendung von 3D-NAND sollte solchen Problemen begegnet werden, und dementsprechend schauen wir uns heute mit Crucials MX300 in der 1-TB-Version einen solchen Vertreter mit Microns 3D-NAND-Flash an.







 



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