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Intels CPU-Generation 5 und 6: Broadwell und Skylake im Test

Prozessoren | HT4U.net
Vollkommen überraschend hat Intel im letzten Jahr gleich seine CPU-Generationen 5 und 6 vorgestellt, beide im kleinen 14-nm-Fertigungsprozess hergestellt. Um Generation 5 mit dem Codenamen Broadwell machte man weniger Wirbel, Generation 6 (Skylake) hingegen wurde typisch beworben. Doch die großen Skylake-CPUs glänzen mit schlechter Verfügbarkeit, und jüngst gab es gar Meldungen zu Fehlern. Unser Test geht auf die Neuerungen beider Generationen ein.

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Bild: Intels CPU-Generation 5 und 6: Broadwell und Skylake im Test

Als Intel noch durch Konkurrenzdruck unter Zugzwang stand, hat man sich das Tick-Tock-Verfahren selbst auferlegt, um damit frühere Fehler in der Zukunft zu vermeiden. Und so sollte künftig in einem Jahr ein Tick mit Fertigungsverbesserungen (kleinere Fertigung) erfolgen, im darauffolgenden Jahr ein Tock mit Architekturverbesserungen und Performance-Zuwachs. So stellten die Refresh-Modelle Haswell in Generation 4 den Tock zur davor gezeigten Generation 3 (Ivy Bridge) (Tick in 22-nm-Fertigung) dar.

Allerdings erschienen die CPUs der Ivy-Bridge-Generation bereits 2012, und somit hätte der nächste Tick 2014 folgen müssen, sprich der Sprung auf die 14-nm-Fertigung. Doch die Mühlen mahlen im Hause Intel inzwischen langsamer und teils weniger durchschaubar. So erschien dann der nächste Tick in Form der Broadwell-CPUs erst im Jahre 2015, und schon wenige Monate später erfolgte Intels Tock in Form von Skylake, ebenfalls 2015. Damit präsentierte Intel zwei CPU-Generationen in nur einem Jahr und verstieß klar gegen den eigens auferlegten Zwang.

Doch der Druck ist auch nicht mehr ganz so groß. Zwar gibt es AMD weiterhin als unmittelbaren Kontrahenten, doch wirkliche Konkurrenz stellt die Firma für Intel derzeit nicht dar. Zum anderen musste Intel erkennen, dass man auch bei den Wechseln auf kleinere Fertigungsstrukturen durchaus auf Probleme stoßen kann. Und so erklärte Intels Geschäftsführer schließlich, dass auf Grund der Entwicklung das Tick-Tock-Schema nur noch alle 2,5 Jahre umgesetzt werden könne. Damit versuchte Brian M. Krzanich die Verspätung von Broadwell zu erklären und den Umstand, warum man 2015 dann dennoch an Skylake festhielt.

Für Spekulationen gab es mehr als genügend Anlässe. Für den Umstand, dass dann Skylake in seinen schnellsten Bauformen (Core i7-6700K) mehr oder minder schlecht verfügbar ist, gibt es keine direkten Erklärungen – Intel hält sich inzwischen doch recht bedeckt, geht es um Probleme. Fertigungsschwierigkeiten werden allerdings nicht verneint. Hinzu gesellt sich ein aufgetauchter Fehler, welchen Anwender in der Skylake-Generation (6) feststellen konnten. Auch dazu gibt es kaum Rückmeldung von Intel, außer dass der Fehler erkannt ist und man diesen mittels BIOS-Updates beseitigt.

Im heutigen Test präsentieren wir Intels Core-CPU-Generation 5 und 6 in Form des Core i7-5575C, Core i5-5675C, Core i7-6700K wie auch Core i5-6600K. Intel konnte uns hier lediglich mit den beiden großen Modellen der i7-Modelle aushelfen, die kleineren Modelle habe man nicht im Testangebot, weshalb wir diese aus dem Handel bezogen haben – ein Umstand, welchen es vor Jahren so auch nicht gegeben hätte.

 



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