Weiterhin kämpfen die Hersteller von Arbeitsspeicher und der entsprechenden Chips mit der schwierigen Lage am Markt, denn die stetige Überproduktion und die weiterhin zu geringe Nachfrage verhindert entsprechende Gewinnmargen. Elpida hat sich deshalb dazu entschlossen, die ihre eigene Produktion deutlich zu reduzieren.
Schon seit einiger Zeit ist an der Entwicklung der Speicherpreise zu erkennen, dass es den Herstellern nicht besonders gut geht. Nun zeigen die Quartals-Ergebnisse deutlich rote Zahlen und auch der Blick in die Zukunft ist alles andere als vielversprechend.
Vor wenigen Tagen berichteten wir über Hauptspeichermodule seitens AMD, welche der Hersteller nun auf seiner Webseite auch unter AMD-Technologien führt. Auf den ersten Blick erschien der Weg etwas fraglich, insbesondere hinsichtlich des anhaltenden Preisverfalls bei Speichermodulen - ein Umstand, welcher beispielsweise OCZ dazu bewegt hat, sich aus dem Geschäft mit Arbeitsspeicher komplett zu verabschieden.
Forscher der Physikalisch-technischen Bundesanstalt (PTB) haben Erfolge bei der Forschung von MRAM-Speicher zu vermelden. So war es erstmals möglich die Magnetischen Speicher auf eine Taktgeschwindigkeit von bis zu 2 GHz zu beschleunigen und damit ihren Geschwindigkeitsnachteil gegenüber dem weit verbreiteten DRAM auszuräumen. MRAM bietet hingegen durch seine Technologie den Vorteil, dass der Speicher nicht flüchtig ist und folglich weder regelmäßig aufgefrischt noch beim Ausschalten gesichert werden muss.
Es hat den Anschein als könnte sich die Position der DRAM-Hersteller in den kommenden Monaten doch verbessern, was zu Folge hätte, dass die Preise eventuell steigen würden. Grundlage hierfür ist laut
Digitimes eine mögliche Reduzierung der Produktion um bis zu 50 Prozent.
Betrachtet man die aktuelle Speicherlandschaft, so zeigt sich, dass trotz der Fortschritte bei den SSDs diese in vielen Fällen noch immer ein Flaschenhals hinsichtlich der Performance des gesamten Systems sind. DRAM-Speicher hingegen ist deutlich schneller, doch dieser kann Daten nicht dauerhaft speichern. Forscher der North Carolina University in Raleigh haben nun einen Transistor entwickelt, der schnell ist und dennoch Daten permanent speichern kann. SSDs mit DRAM-Transferraten könnten damit möglich werden.
OCZ hat sich als Arbeitsspeicher-Hersteller einen Namen gemacht, doch in den letzten Jahren hat man sich vor allem auf die Produktion von Flashspeicher-Produkten und hier insbesondere auf SSD konzentriert, nun folgt das endgültige Ende der Arbeitsspeicher-Sparte und die Produktion wird am 28. Februar diesen Jahres eingestellt.
Während in der breiten Masse so langsam die DDR2-Systeme schwinden und DDR3 als breiter Standard sich festsetzten will, arbeitet Samsung bereits an künftigen DDR4-Modulen und rechnet mit einer Markteinführung im kommenden Jahr.
Erneut haben die Marktforscher von iSuppli die Umsatzzahlen von Speicherherstellern im Zuliefermarkt von DRAM-Speichern ausgewertet und abermals zeigen die Absatzzahlen 2009 Kingston Technology auf Platz 1 mit einem Marktanteil von knapp über 40 Prozent.
Mit einer Kapazität von 4 Gigabit und einer Spannung von lediglich 1,35 Volt will Elpida DDR3-Speicher für sparsamere Systeme anbieten. Der Halbleiterspezialist erklärt in einer Pressemitteilung, dass man mit diesen Chips DDR3-Speichermodule mit einer Kapazität von 32 Gigabyte auf Basis von 72 4-Gbit-Chips herstellen könne. Aufgrund der geringeren Strukturbreite von 40 Nanometer reduziere sich gleichzeitig die Leistungsaufnahme um ein Drittel.
Seit Jahren warten die Speicherproduzenten auf einen Aufschwung, welcher sich einstellen und die Fertigung von DRAM wieder profitabel machen soll. Recht überraschend zeigten sich die künstlichen Eingriffe der Produzenten im Verlauf des Jahres 2009 durchaus schon viel versprechend, könnte laut Marktbeobachtern nun aber zu einer schlechten Verfügbarkeit von Speichermodulen ab dem zweiten Halbjahr 2010 führen.
Lange Zeit galt die Halbleiter-Branche als gebeuteltes Kind in der Wirtschaft. Hersteller hatten mit enorm hohen Fixkosten zu kämpfen, doch trotz höchster Produktionsauslastung gelang es kaum diese Ausgaben durch den Verkauf der produzierten Speicherchips zu decken. Nachdem sich DRAM-Speicher seit vielen Monaten im freien Fall befand und Verluste teils nur durch die neueren Flash-Chips kompensiert werden konnten, sehen die Hersteller nun erstmals wieder Licht am Ende des Tunnels.
Vom weltweit zweitgrößten Hersteller von DRAM-Chips Hynix stehen knapp ein Drittel der Unternehmensanteile zum Verkauf. Die südkoreanische Korea Exchange Bank hält mit einem Konsortium reichlich 28 Prozent des Unternehmens, das seit fast zwei Jahren herbe Verluste einfährt und seit der Wirtschaftskrise ums Überleben kämpft.
Der japanische DRAM-Spezialist Elpida hat von der insolventen Qimonda AG den Bereich Grafikkarten übernommen und will noch im ersten Halbjahr 2010 erste eigene Grafikspeicher produzieren. Damit sichert sich der fernöstliche Wettbewerber ein Filetstück des Unternehmens. Bis zuletzt hatte Qimonda darauf gesetzt, sich durch den Ausbau der GDDR5-Fertigungstechnologie wieder an die vordersten Plätze im DRAM-Geschäft vorzuarbeiten.
Die Preise für DRAM sind bekanntlich vor einiger Zeit extrem eingebrochen und auf ein gefährdendes Preismaß für die Hersteller gesunken. Damals machten fast täglich neue Nachrichten die Runde, die immer tiefere Preise vermeldeten, obwohl man dachte es geht nicht tiefer. Des einen Freud ist bekanntlich des anderen Leid und so stöhnen die DRAM-Hersteller bis Heute unter der starken Belastung. Obwohl die Preise mittlerweile stabil und sogar leicht gestiegen sind, können die Unternehmen kaum profitabel wirtschaften.
Seit mit Qimonda der erste große Hersteller von DRAMs die Segel streichen musste, hat sich einiges getan. So verkündete das insolvente Unternehmen nun, dass nach der Schließungsankündigung für das veraltete Werk in Richmond nun auch am Standort Dresden die Produktion zurückgefahren werde. Seit Beginn dieser Hiobsbotschaften für den deutschen Hersteller wird die Lage für die Konkurrenten dagegen entspannter
Wie Samsung mitteilt wurde das weltweit erste DRAM-Modul mit 40-nm-Speicherchips von Intel zertifiziert. Samsung tätigt damit als erster den Schritt zur Fertigung von DRAM in 40 nm. Zur Validierung standen ein 1-GB-DDR2 Modul und ein entsprechendes Pendant als SODIMM bereit. Beide Varianten wurden von Intel für die GM45 Chipsätze zertifiziert.
Der Speicherriese Samsung hat nach eigenen Angaben den ersten 4-Gigabit-Speicherchip weltweit entwickelt. Mit dem DDR3-Chip, der für Betriebsspannungen von 1,35 Volt und 1,5 Volt ausgelegt ist, sind somit bis zu acht Gigabyte und mit Spezialschaltungen sogar 32 Gigabyte pro Modul für Desktop-PCs möglich.
Offenbar arbeiten die taiwanischen Speicher-Schmieden Inotera und Nanya gemeinsam mit Micron an einer großen Fusion in der Speicher-Branche. Die drei Unternehmen wollen laut Digitimes noch vor dem 26. Januar eine entsprechende Anfrage an das taiwanische Wirtschaftsministerium (Ministry of Economic Affairs) übermittelten, um diesen Schritt abzusegnen.
Nach längeren Spekulationen berichtet die
Digitimes nun über einen erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen zwischen Micron und Infineon zur Übernahme der Tochter Qimonda. Lediglich die offizielle Bekanntgabe stehe derzeit noch aus. Damit rückt Micron in die weltweite Top-Vier der größten Speicherhersteller vor.
Die Weltwirtschaftskrise und die sich seit Monaten im Sinkflug befindenden Speicherpreise setzen den DRAM–Herstellern enorm zu. So hat z.B die Infineon Tochter Qimonda das Land Sachsen um Hilfe ersucht und es gibt noch einige weitere Hersteller die um das Überleben kämpfen müssen.
Der Speicherhersteller Qimonda hofft offenbar auf eine staatliche Bürgschaft in Höhe von 500 Millionen Euro, um damit kleinere Speicherchips zu entwickeln und wieder wettbewerbsfähig zu werden.
Der Speicherhersteller Elpida hat neue Speicherchips mit einer effektiven Datenrate von 2,5 GHz
vorgestellt, die aufgrund des verbesserten 50-nm-Prozesses mit reduzierter Spannung arbeiten. Während die Standard-Spannung für DDR3-Speicher bei 1,5 Volt liegt, bietet das Unternehmen nun Chips an, die sich auch mit 1,2 Volt und 1,35 Volt betreiben lassen. Interessant dürfte das Angebot vor allem für Overclocker und Enthusiasten sein, aber auch für besonders energiesparende Systeme. Die Volumenproduktion beginnt voraussichtlich im ersten Quartal 2009.
Beim Speicherhersteller Qimonda kriselt es mächtig — so warnt nun auch der Betriebsrat der Infineon-Tochter vor dem Aus des Unternehmens. Gegenüber der Süddeutsche Zeitung erklärte ein Qimonda-Sprecher außerdem, "die Situation sei sehr ernst".
Im November sind die Auftragspreise für 1-Gigabit-DRAM-Chips erneut um 10 Prozent gefallen. Ein DDR2-Chip schlägt derzeit laut Digitimes mit rund 1,19 US-Dollar zu Buche und fiel allein im Vergleich zum ersten Halbjahr um fast die Hälfte seines Wertes. Zwar haben die Hersteller ihre Produktion bereits gedrosselt, doch können sie offenbar dem
Preisverfall noch nicht Herr werden. Erschwerend dürfte außerdem die schwierige Nachfragesituation im Rahmen der kritischen wirtschaftlichen Lage hinzu kommen, die Aufträge von Unternehmen zusätzlich verzögert.