Mit Innovationen sorgte Rambus schon länger nicht mehr für Schlagzeilen, dafür um so mehr mit Streitigkeiten zu Linzenzabkommen. In den USA ging nun ein Prozess gegen die Speicherhersteller Hynix und Micron zu ende, mit deutlichen Einbußen für Rambus.
Der Lizenzstreit zwischen Rambus und NVIDIA dauert nun schon ein Weilchen an. Vor zwei Jahren kamen Vorwürfe von Rambus gegenüber NVIDIA auf, dass deren Produkte teilweise von Rambus patentierte Verfahren verwenden. Rambus forderte die Zahlung von Lizenzgebühren - NVIDIA lehnte ab. Schon im Januar berichteten wir, dass für gewisse NVIDIA-Produkte Einfuhrstopps verhängt werden könnten, sollte Rambus durch die US-Wettberwerbsbehörde Recht erhalten.
AMD hat das Lizenz-Abkommen mit Rambus um weitere fünf Jahre verlängert. Demnach sichert sich der Prozessor-Spezialist damit das Recht bis 2015 Technologien das Unternehmens in den eigenen Prozessoren zu verwenden. Die Höhe der Lizenzzahlungen soll erst zum Jahresende verhandelt werden und ist quartalsweise fällig.
Nach gut anderthalb Jahren Rechtsstreit zwischen Rambus und NVIDIA entschied die Internationale Handelskommission der USA (USITC) in drei von fünf Fällen zu Gunsten des Klägers Rambus. Der Speicherhersteller warf NVIDIA in diversen Fällen Patent-Verletzungen durch Technologien für SDR-, DDRx- und GDDRx-Speichercontroller vor. Ein mögliche Konsequenz aus dem Urteil könnte nun sogar ein US-Einfuhrverbot für betroffene Produkte sein.
Anlässlich des Intel Developer Forums (IDF) in San Francisco stellten die beiden Speicherhersteller Rambus und Kingston einen gemeinsam entwickelten Prototypen eines neuartigen DDR3-Speichers vor. Im Gegensatz zu gewöhnlichen DDR3-Modulen, soll durch die "Threaded Module"-Technologie die Bandbreite um 50 Prozent gesteigert werden und der Energiebedarf zugleich um 20 Prozent sinken.
Seit nunmehr zwei Jahren prüft die EU-Kommission ob das kalifornische Unternehmen Rambus sein marktbeherrschendes Wissen ausgenutzt hat und so deutlich höhere Lizenzgebühren eingefordert hat. Schon die Federal Trade Commission (FTC) hatte ähnliche Vorwürfe erhoben, jedoch letztlich das Verfahren eingestellt. Auch vor der EU-Kommission beteuerte Rambus bisher sich absolut korrekt verhalten zu haben.
Schon im Sommer letzten Jahres hatte Rambus NVIDIA Patentrechtsverletzungen von immerhin neun Rambus-Patenten vorgehalten und reichte Beschwerde bei der ITC (International Trade Commission) ein. Inzwischen zieht Rambus die Beschwerde bei einigen Patenten zurück und die Kommission hat bereits letzte Woche in verschiedenen Fällen die keine Rechtsverletzungen seitens NVIDIA feststellen können.
Der Speicherhersteller Qimonda beginnt laut
Digitimes nun mit der Massenproduktion von XDR-Speicher für die PlayStation 3. Bereits Anfang des Jahres hatte das Unternehmen erste Muster der Speichertechnologie aus dem Hause Rambus präsentiert, die pro Takt gleich 8 Bits übertragen kann und dadurch eine erheblich höhere Bandbreite bei relativ geringer effektiver Taktfrequenz zulässt. Erst im April wurden rund 50 Millionen XDR-Speicher ausgeliefert, die jedoch komplett von Sonys Spielekonsole nachgefragt wurden.
Rambus liefert sich nun auch einen Rechtsstreit mit NVIDIA um entsprechende Speicher-Technologien. Der Technologie-Entwickler baut damit seine Liste an Lizenz-Schlachten vor Gericht um einen weiteren Eintrag aus. Rambus wirft NVIDIA vor, insgesamt 17 Patente zu verletzen, die Technologien für praktisch alle aktuellen DRAM-Varianten wie SDR-, DDR- und GDDR-Speicher zu verletzen.
Die Technologie-Schmiede Rambus kann sich über 50 Millionen ausgelieferte XDR-Speicher freuen. Allerdings scheint die Akzeptanz in der Industrie weiterhin deutlich hinter den Erwartungen zu liegen. So