Während die deutschen Privatsender per Gerichtsbeschluss keine kommerzielle Video-on-Demand-Plattform aufbauen dürfen, schafft Google auf seiner Video-Plattform Youtube einen neuen Bereich, auf welchem ganze Filme zu sehen sind. Dies sorgt natürlich für Unmut bei den Privaten.
Letzte Woche berichteten wir über den fragwürdigen Gamescom-Beitrag des Lifestyle-Magazins Explosiv von RTL, nun sieht sich der Sender, nach einigen Tagen der Zurückhaltung, doch dazu gezwungen, sich bei den Zuschauern, Gamescom-Besuchern und Computerspielern zu entschuldigen.
Eigentlich sind die digitalen Spiele so langsam aber sicher in der Gesellschaft, insbesondere dank der bewegungs- und soundgesteuerten Spiele für Konsolen, akzeptiert, dennoch herrschen zahlreiche Klischees über den typischen Online-Gamer vor. Mit ihrem Bericht zu Gamescom hat das RTL Lifestyle-Magazin Explosiv genau diese Klischees genutzt, um einen eher fragwürdigen Beitrag zu erstellen, für welchen man nun heftig in die Kritik gerät.
ARD-Chef Peter Boudgoust zeigte sich überrascht über den bitteren Medienkrieg, welcher in Deutschland stattfinde. Nach seiner Ansicht gäbe es im Internet genügend Platz für alle. Ganz offensichtlich gilt das aber nicht für die öffentlich-rechtlichen Sender. Der 12. Rundfunkänderunsstaatsvertrag aus 2009 schreibt den Anstalten vor, dass gewisse Inhalte nur zeitlich beschränkt online verfügbar sein dürfen. Danach müssen diese gelöscht werden.